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Achtung Radarfalle! Was passiert, wenn Sie im Ausland geblitzt werden?

Wenn Sie im Ausland geblitzt werden, gibt es für Sie weder Punkte in Flensburg noch Fahrverbot. Jedoch müssen Sie die Strafe zahlen. Dies gilt auch, wenn Sie mit einem Mietwagen unterwegs sind. Die Vermieter arbeiten mit den Behörden zusammen und geben die Mieter-Daten weiter. In Ausnahmefällen übernehmen sie die Zahlung und holen sich das Geld anschließend beim Mieter zurück.

Radargerät

Wenn man das Radargerät am Straßenrand erkennt, ist es häufig bereits zu spät - Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Leihwagen: Vermieter-Gebühren vermeiden

Sobald der Vermieter über die Tat informiert ist, wird er mit den Behörden zusammenarbeiten. Diesen Aufwand gibt er mit Kosten zwischen zehn und fünfzig Euro an den Vermieter weiter. Will der Mieter diese Kosten vermeiden, sollte er möglichst bald zahlen, bevor der Vermieter über den Vorgang informiert wird. Bei einem Blitzer muss der Mieter dafür die nächste Polizeidienststelle aufsuchen und den Verstoß melden.

Radarwarner in Rumänien testen

Innerhalb Europas sollten Sie mit Radarwarnern immer vorsichtig sein, denn sie können von der Polizei beschlagnahmt und mit einem Bußgeld belegt werden, da sie genauso wenig erlaubt sind wie die Manipulation des Tachos. Nur in Rumänien sind Radarwarner noch erlaubt.

Saftige Geldstrafen in Luxemburg und Tschechien

Dass es bei den Blitzern weniger darum geht, Unfälle zu vermeiden, sondern vielmehr darum, von den Autofahrern zu kassieren, wird besonders in Luxemburg und Tschechien deutlich. Diese Länder lassen die Autofahrer zum Teil richtig blechen, wenn sie diese mit Radarwarnern erwischen. Luxemburg verlangt bis zu 5.000 Euro Strafe. Tschechien will über 7.000. In Belgien kommen Nutzer von Radarwarngeräten sogar bis zu drei Monate ins Gefängnis. Im Wiederholungsfall bis zu sechs Monate.

Was Urlauber in Ländern wie Italien und Frankreich bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung erwartet und weitere ausführlichere Infos zum Thema, lesen Sie hier.

Zu schnelles Fahren in der Schweiz ist teuer

In der Schweiz zahlen Sie bereits für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von einem Kilometer pro Stunde etwa 40 Euro Strafe. Fahren Sie innerorts zwischen 11 und 15 Kilometer pro Stunde zu schnell, werden zirka 250 Euro fällig. Ein Schweizer Millionär wurde in St. Gallen einmal zu einer Geldstrafe von knapp 300.000 Franken verurteilt, nachdem er mit 130 Stundenkilometer durch ein Dorf raste. Noch schlechter ging es einem schwedischen Millionär, der mit 290 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn geblitzt wurde. Vor allem, die einkommensstarken Raser müssen kräftig zahlen, da sich die Strafen in der Schweiz am Verdienst orientieren. Auf Schweizer Autobahnen gilt eine Maximalgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometer. Rasern wird hier das Auto beschlagnahmt und sie müssen mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr rechnen.

Österreich und Deutschland

Noch teurer ist es in Österreich. Wer da die Höchstgeschwindigkeit überschreitet, kann Geldstrafen bis zu 2.000 Euro oder mehr erhalten. Deutschland ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern sehr human zum Autofahrer, was Geldstrafen, Punkte und Fahrverbote angeht. Doch auch hier gibt es Strafen. Welche das sind, können Sie in diesem Bußgeldrechner nachschlagen.

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 01.03.2017









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