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Tipps zum Kauf eines Gebrauchtwagens

Ein Neuwagen verliert schneller an Wert als man die Augen aufschlagen kann: Fährt man vom Hof des Autohauses, hat man schon ein Drittel des Kaufpreises verjubelt. Daher ist der Gebrauchtwagenmarkt für viele Autofahrer interessant. Häufig bekommt man nämlich gute und funktionstüchtige Autos für schmale Euros. Ein Blick ins Internet oder ein Anruf beim Gebrauchtwagenhändler lohnt sich.

Auswahl

Sie haben sich für ein Modell entschieden, haben festgelegt, wie hoch die Kilometerleistung und der Preis sein dürfen und auch der früheste Termin der Erstzulassung steht für Sie fest: Herzlichen Glückwunsch! Damit haben Sie den ersten Schritt zum Gebrauchtwagenkauf fast schon hinter sich gebracht.

Gebrauchtwagenkauf

Der Gebrauchtwagenkauf ist eine lohnende Alternative zum Neuwagen - Bild auto-im-vergleich.de / pixelio.de

Als nächstes sollten Sie sich überlegen, ob Sie das Objekt Ihrer Begierde lieber bei einem Händler oder als Privatkauf ergattern wollen. Beides hat Vor- und Nachteile: Der Händler muss Ihnen neben einer freiwilligen Gebrauchtwagengarantie eine Sachmängelhaftung bieten, für die er im ersten halben Jahr in der Beweispflicht steht. Das bedeutet, dass er Ihnen nachweisen muss, dass ein möglicher Mangel beim Kauf noch nicht bestand. Das ist meistens so gut wie unmöglich. Er muss also in der Regel dafür aufkommen. In der zweiten Jahreshälfte ist die Beweispflicht beim Käufer: Er muss nachweisen, dass der Mangel schon am Tag des Kaufes bestanden haben muss. Bei Privatkäufen gibt es keine Sachmängelhaftung. Dafür ist der Kaufpreis in der Regel wesentlich niedriger. Je nachdem, welche Prioritäten Sie setzen, wird die Entscheidung ausfallen.

Genau hinsehen

Sie haben einen Termin vereinbart und stehen nun vor Ihrem potentiellen neuen alten Auto. Sehen Sie sich den Wagen in jedem Fall bei Tageslicht an. Untersuchen Sie die Karosserie auf mögliche Unfallspuren (sind die Spaltmaße gleichmäßig?), Rost und unterschiedliche Farbnuancen. Innen sollte der Kilometerstand zu den Spuren der Abnutzung passen und sehen Sie sich TÜV-Bericht und Scheckheft genau an. Sind alle elektrischen Features funktionstüchtig? Unternehmen Sie eine Probefahrt und testen Sie Bremsen, Lenkverhalten, Spursicherheit und Beschleunigung. Achten Sie auf die Temperaturanzeige und den Öldruckmesser (sofern vorhanden). Mehr dazu finden sie beim Check für den Autokauf.

Verhandeln

Sie vermuten, dass Sie es mit einem Unfallwagen zu tun haben? Die Sommerreifen sind abgefahren und Winterreifen sind nicht vorhanden? Dann nehmen Sie dies mit in die Verhandlung. Egal ob privater oder gewerblicher Verkäufer: Es gibt immer einen Puffer. Der angebotene Preis ist grundsätzlich höher als der Preis, den man bezahlen sollte.

Vertrag

Grundsätzlich gilt: Es wird erst bezahlt, wenn der Kaufvertrag von beiden Seiten unterschrieben wurde. Des Weiteren: Geld gegen Autoschlüssel und Papiere. Im Vertrag sollten Sondervereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer aufgeführt sein. Mögliche Mängel, Eckdaten wie Kilometerstand am Tag des Kaufes, Baujahr und Zubehör (Zweitbereifung) müssen ebenfalls im Vertrag vermerkt sein.

Es ist immer gut, wenn man beim Gebrauchtwagenkauf einen Fachmann dabei hat. Vier Augen sehen mehr als zwei. Ein Sachverständiger kann zudem den Wert eines Gebrauchtwagens ermitteln. Wertermittlungen für Fahrzeuge sowie Kaufberatung bieten die folgenden Sachverständigen an:

 

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 06.05.2016









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