Benutzerdefinierte Suche
kfztech.de Logo    
Kfz-Technik Abkürzungs-ABC Auto-Infos Kfz-Zubehör-Shop kfztech TV Unterricht und Ausbildung
 

Hund sicher im Auto transportieren – Drei Möglichkeiten vorgestellt

Wer mit dem Auto verreisen möchte, hat ohnehin einige Dinge zu beachten. Noch komplizierter wird es, wenn darüber hinaus auch der Hund mit dabei sein soll. Da Hunde Rudeltiere sind und sie sich in der Nähe ihres geliebten Menschen am wohlsten fühlen, ist es naheliegend, den eigenen Hund im Auto mit auf Reisen zu nehmen. Dazu kommt noch, dass das Auto für den Hund das komfortabelste Verkehrsmittel ist. Damit Mensch und Vierbeiner sicher und stressfrei am Ziel ankommen, sollten jedoch ein paar Vorabüberlegungen getroffen werden.

Hund im Auto

Die beiden Hunde scheinen sich wohl zu fühlen. Aber sie sind nicht richtig gesichert. - Bild: E. Kopp / pixelio.de

Welcher Platz im Auto ist für den Vierbeiner am sichersten?

In erster Linie ist es wichtig, einen sicheren und bequemen Platz im Auto für den Hund auszuwählen. Die folgenden drei Methoden haben sich dabei bewährt:

  1. Stabile Hundetransportbox

  2. Platz auf dem Rücksitz mit Hundegurt

  3. Transport im Kofferraum, der durch eine geeignete Abtrennungslösung gesichert ist

Alle drei Varianten haben Vor- und Nachteile, die vor der Reise miteinander verglichen werden sollten, um die Lösung auszuwählen, die für den eigenen Hund am besten geeignet ist.

Hund in der Transportbox im Auto mitnehmen

Die Transportbox wird von den meisten Autofahrern bevorzugt. Der Hund ist hinter Schloss und Riegel und kann weder den Fahrer selbst noch die Mitfahrer stören. Auch im Falle eines Unfalls hat der Hund nicht die Möglichkeit, die Rettung zu behindern, etwa weil er wegen seines Schutzinstinktes seinem Herrchen oder Frauchen nicht von der Seite weicht. Allerdings kommt diese Transportmöglichkeit nur in Frage, wenn der Hund sich in der Box wohlfühlt. Er sollte daher vor der Reise daran gewöhnt werden. Außerdem muss der Hundehalter unbedingt eine geeignete Transportbox für den Hund auswählen. Sie muss ausreichend groß und stabil sein. Die Box kann wahlweise im Innenraum des Autos oder im Kofferraum untergebracht werden. Der Nachteil besteht ganz klar darin, dass die Box sehr sperrig ist und daher viel Platz in Anspruch nimmt.

Hund mit Hundegurt auf dem Rücksitz transportieren

Kleine und mittelgroße Hunde können auch bequem auf dem Rücksitz transportiert und mit einem Hundegurt gesichert werden. Der Vorteil der Hundegurte besteht darin, dass sie einfach zu handhaben sind und eine ähnlich hohe Sicherheit wie die normalen Autogurte für den Menschen bieten. Der Nachteil ist aber, dass der Hund direkt auf dem Autositz liegt und dort Haare und Schmutz hinterlässt. Hundehalter sollten daher überlegen, ob sie ihren Rücksitz nicht zusätzlich schützen möchten. Entsprechende Auto-Schondecken gibt es bei livingo.de. Die dort erhältlichen Decken bewahren nicht nur den Autositz vor Tierhaaren und Dreck, sondern bieten dank ihrer speziellen Oberfläche auch einen höheren Sitzkomfort für den Vierbeiner. Wichtig: Hundegurte dürfen nicht am Halsband des Hundes befestigt werden, sondern werden mit dem Brustgeschirr verbunden. Zudem muss der Gurt ausreichend lang sein. Der Beifahrersitz kommt für den Transport mit Hundegurt grundsätzlich nicht in Frage.

Hund im Auto

Hund am Steuer? Auch dieser Vierbeiner wäre wohl mit einem passenden Gurt auf dem Rücksitz besser aufgehoben - Bild kfztech.de

Hund im Kofferraum unterbringen und mit geeigneter Abtrennung sichern

Die letzte gern genutzte Variante zum Transport eines Hundes im Auto besteht darin, den Hund im Kofferraum unterzubringen und diesen mittels Gitter oder Netz vom Passagierraum abzutrennen. Möglich ist das jedoch nur in Kombis, denn der Kofferraum muss ausreichend groß sein. Ein stabiles Begrenzungsgitter stellt die beste Wahl dar. Sollte es zu einem Unfall kommen, sind sowohl die Insassen als auch der Hund vor größeren Verletzungen geschützt. Im Handel gibt es einige universelle Gitterlösungen, von denen aber abzuraten ist. Sie sind zwar günstig, allerdings nicht so sicher wie Trenngitter, die speziell für das jeweilige Automodell angefertigt wurden. Letztere sind mit den vorhandenen Befestigungsmöglichkeiten des Kraftfahrzeugs kompatibel und bieten daher eine optimale Fixierung. Netze stellen ebenfalls keine sichere Kofferraumabtrennung dar. Der Hund könnte sich darin verheddern und bei einem stärkeren Aufprall lebensgefährlich darin verletzen.

Der ADAC mit verschiedenen Hundetransportmöglichkeiten einige Crash-Tests durchgeführt.

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 03.08.2017









Impressum, Copyright