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Tipps für mehr Sicherheiten für Senioren im Straßenverkehr

Es kommt immer wieder vor, dass ältere Menschen schwere Verkehrsunfälle verursachen. Da es in Deutschland weder zeitliche Begrenzungen für den Führerschein noch eine gesetzlich festgelegte Pflicht zu Nachprüfungen für Senioren gibt, wird viel darüber diskutiert, ob in der Politik Handlungsbedarf besteht. Während viele EU-Länder längst Gesundheitschecks für ältere Autofahrer vorschreiben, zögern die Behörden hierzulande jedoch noch. Sie setzen stattdessen lieber auf freiwillige Fahrtrainings und Vernunft.

Ältere Autofahrer in Deutschland

Statistischen Hochrechnungen zufolge wird im Jahr 2030 rund ein Viertel aller PKW-Fahrer 65 Jahre oder älter sein. Für die meisten Senioren ist das Auto auch im Alter nach wie vor ein wichtiges Statussymbol, das ihnen ein Stück Lebensqualität garantiert. Aus diesem Grund möchten auch die Wenigsten von ihnen auf den fahrbaren Untersatz verzichten. Ein häufiges Problem vieler Senioren, die in einer ländlichen Region leben, ist außerdem das Fehlen eines öffentlichen Nahverkehrsnetzes. Das Erledigen von Einkäufen oder Besuche beim Arzt werden so oft zum Spießrutenlauf. Ein Auto sichert den Älteren ihre Unabhängigkeit.

Seniorin

Viele Senioren sind heute äußerst aktiv und wollen auch im Alter mobil bleiben - Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Zwar zeigt die Erfahrung, dass Senioren ihre körperlichen Defizite beim Autofahren dank jahrzehntelanger Fahrpraxis noch eine Zeit lang ausgleichen können, allerdings lassen folgende Fähigkeit mit den Jahren nach:

  • Sehvermögen

  • Hörleistung

  • Reaktionsfähigkeit

Die Zahlen belegen, dass Autofahrer, die über 75 Jahre alt sind, überdurchschnittlich häufig an Verkehrsunfällen beteiligt sind. Trotzdem gilt: Wer in Deutschland einmal eine Fahrerlaubnis der Klasse B erworben hat, darf lebenslang Auto fahren. Diese Genehmigung wird nur in den seltensten Fällen entzogen.

Was können Familienangehörige tun?

Problematisch wird das Autofahren im Alter vor allem dann, wenn schwerwiegendere Erkrankungen wie beispielsweise eine beginnende Demenz hinzukommen. In solchen Fällen lässt nämlich auch die Einsicht in das eigene Verhalten nach. Sobald erste Zweifel an der Fahrtauglichkeit eines älteren Angehörigen aufkommen, die offen angesprochen werden, führt das innerhalb der Familie häufig zu Konflikten. Betroffene wollen dann meist nicht wahrhaben, dass sie zur Gefährdung im Straßenverkehr werden können. Raten Angehörige und Verwandte zum Führerscheinverzicht, stößt dies bei vielen älteren Menschen auf Ablehnung. In solchen Fällen können sich Angehörige an den Hausarzt oder eine andere sachkundige Person wenden. Diese kann oft schnellere Einsicht bei den Senioren wecken.

Wenn ältere Angehörige nicht mehr dazu in der Lage sind, alleine zum Einkaufen oder zum Arzt zu fahren, können auch die Familienmitglieder einen wesentlichen Teil dazu beitragen, sie zu unterstützen, indem sie sich zum Beispiel dazu bereit erklären, die betroffene Person zu Terminen zu fahren. Wenn man bedingt durch den Job zu sehr eingespannt ist, kann man alternativ auch eine Pflegefachkraft einstellen, die den älteren Angehörigen im Alltag helfen. Fachkompetente Unterstützung erhält man zum Beispiel bei der Deutschen Seniorenbetreuung.

Tipps für mehr Fahrsicherheit

Wer sich mit zunehmendem Alter im Straßenverkehr unsicher fühlt, braucht keine Angst davor haben, sich Hilfe zu holen. Es gibt viele Mittel und Wege, mit denen Senioren neue Sicherheit gewinnen können:

  • Vorträge

  • Broschüren

  • Individuelle Fahrtrainings

Es gibt speziell auf Senioren zugeschnittene Fahrsicherheitstrainings, bei denen sie lernen, Gefahren im Straßenverkehr schneller zu erkennen und zu vermeiden. Bei solchen Programmen kommt ein Fahrlehrer zu den Senioren nach Hause. Dieser fungiert als Beifahrer und fährt gemeinsam mit ihnen gewohnte Wegstrecken ab. Auch die Kosten halten sich im Rahmen. Grundsätzlich wird außerdem dazu geraten, dass ältere Autofahrer ihre Fahrtüchtigkeit regelmäßig ärztlich überprüfen lassen.

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 16.03.2017









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