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Wege zur Stressbewältigung beim Autofahren

Die Zahl der juristischen Auseinandersetzungen, bei denen es um Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr geht, nimmt immer mehr zu. Ein Grund dafür sind die ständig wachsenden Anforderungen an die Autofahrer durch erhöhtes Verkehrsaufkommen. Die tägliche Fahrt durch den Verkehrsdschungel belastet besonders berufsbedingte Vielfahrer. Staus und das überhöhte Verkehrsaufkommen zur Rush Hour sind die Hauptauslöser für Stress beim Autofahren. Drängler, Schleicher und ignorante Autofahrer tun ihr Übriges dazu. Und nicht zuletzt sorgen Terminstress und der Zwang zur ständigen Erreichbarkeit für den Stress hinterm Steuer. Die gute Nachricht: Es gibt Mittel und Wege, mit dem Stress beim Autofahren umzugehen.

Frau sieht beim Autofahren auf die Uhr

Stressbewältigung beim Autofahren ist existenziell, denn wird der Körper mit Stresshormonen überflutet, lässt die Konzentration nach und neue Informationen können schlechter verarbeitet werden. Fotoquelle: Syda Productions – 200884487 / Shutterstock.com

Gehen Sie mit uns gemeinsam die verschiedenen Auslöser für Stress beim Autofahren durch und erfahren Sie, was Sie dagegen tun können! Die folgende Infografik gibt schon einmal einen ersten Überblick darüber, was für eine stressfreie Autofahrt beachtet werden sollte.

So vermeiden Sie Stress beim Autofahren

Infografik mit Tipps zur Vermeidung von Stress beim Autofahren.
Quelle: eigene Darstellung Fotoquellen: • kryzhov - 268409555 / shutterstock.com • welcomia – 313805201 / Shutterstock.com • Eggegg – 448542988 / Shutterstock.com • Chuyuss – 110041646 / Shutterstock.com

Stressauslöser Parkplatzsuche

An sein Fahrzeug gefesselt zu sein, weil man es aufgrund mangelnder Parkplätze nicht ordnungsgemäß abstellen kann, ist kein gutes Gefühl und löst definitiv Stress aus. Die Innenstadtbereiche großer Städte und Flughäfen liegen diesbezüglich ganz oben im Ranking der Orte mit Parkplatzmangel. Zumindest bei den Flughäfen gibt es mittlerweile interessante Lösungsansätze. So hat es sich beispielsweise das Unternehmen Parkfuchs24.de zur Aufgabe gemacht, das Parken am Flughafen Frankfurt für all diejenigen zu vereinfachen, die gerne im Voraus planen. So haben Kunden die Möglichkeit, einen Parkplatz zu reservieren und können stressfrei ihre Reise am Flughafen starten. Informieren Sie sich im Internet zu ähnlichen Angeboten für andere deutsche Flughäfen!

Am permanenten Parkplatzmangel im Innenstadtbereich deutscher Großstädte kann der Einzelne nur wenig ändern. Hier sind öffentliche Verkehrsmittel die bessere Alternative. Lässt sich die Fahrt mit dem eigenen PKW nicht vermeiden, erkundigen Sie sich im Voraus über die Parkplatzsituation am Zielort. Klären Sie diesbezüglich vor allem diese Fragen:

  • Wo gibt es Parkplätze?

  • Gibt es Angebote für Park & Ride?

  • Gibt es große Parkflächen in Zielnähe?

Parken Sie auf keinen Fall dort, wo es nicht erlaubt ist. Das erspart nachträglichen Ärger durch Bußgelder und vermeidet zusätzlichen Stress, wenn Ihr Fahrzeug abgeschleppt wurde. Beachten Sie deshalb unbedingt Parkverbotszonen und halten Sie Einfahrten frei.

Bei der Wahl eines geeigneten Parkplatzes spielen auch die örtlichen Bedingungen eine Rolle. Bei längerem Stehen in der Sonne heizt sich das Auto im Sommer sehr auf. Idealerweise parken Sie deshalb an schattigen Plätzen oder an überdachten Parkplätzen im Parkhaus.

Stressauslöser Stau

Staus machen die meisten Menschen wütend und Wut bedeutet Stress. Auslöser der Wut ist in den meisten Fällen ein Zeitproblem. Die Angst, nicht rechtzeitig anzukommen, kann ganz leicht vermieden werden, wenn Sie bei der Planung Ihrer Termine ein Polster einrechnen. Sollte sich eine Verspätung trotzdem nicht vermeiden lassen, bleiben Sie gelassen. Ein höflicher Anruf auf dem nächsten Parkplatz trifft in der Regel auf Verständnis.

Rasen führt übrigens kaum zur Zeitersparnis. Untersuchungen haben ergeben, dass auch auf Strecken von mehreren hundert Kilometern durch das Ausreizen aller Tempolimits und Verkehrslücken maximal ein paar Minuten eingespart werden können. Der Preis dafür sind höhere Spritkosten, ungleich größerer Erschöpfung und eine Menge Stress. Wer mit einer vorausschauenden und entspannten Fahrweise fährt, kommt deutlich ausgeruhter ans Ziel.

Stressauslöser Raser und Trödler

Autofahrer, die rasen oder trödeln, werden meist als Menschen wahrgenommen, die vor der eigenen Person mangelnden Respekt zeigen. Das ist aber erwiesener Unsinn. Machen Sie sich klar, dass andere Autofahrer ihre eigenen Probleme haben und keine ihrer Handlungen etwas mit Ihnen zu tun haben. Sie kennen sich ja auch gar nicht. Diese Erkenntnis führt zu mehr Gelassenheit. Autofahren ist keine Jagd, bei der der eine den anderen besiegen muss. Zudem werden Sie fremde Verkehrsteilnehmer in den seltensten Fällen je wiedersehen. Jeder Kampf ist also sinnlos und gefährdet nur Sie selbst und andere. Verhalten Sie sich stets wie ein Gentleman und erfahrener Profi. Mit dieser Vorstellung im Kopf können Sie es sich leisten, anderen den Vortritt zu lassen. Weitere Verhaltensweisen, die Stresssituationen entschärfen können, sind:

  • Bedanken Sie sich mit gestrecktem Daumen nach oben für die rücksichtsvolle Fahrweise anderer!

  • Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, bitten Sie mit erhobener Hand um Entschuldigung!

  • Signalisieren Sie durch Ihr Verhalten dem Raser oder Trödler: Ich will nichts von dir!

  • Interpretieren Sie das Verhalten und die Emotionen anderer Autofahrer nicht nach Gutdünken!

  • Wenn Sie die Wut über andere Verkehrsteilnehmer übermannt, können Emotionsäußerungen wie Schimpfen durchaus hilfreich sein und sind in Maßen ebenfalls erlaubt.

Stressauslöser Telefon

Wenn das Handy während der Fahrt klingelt, löst das Stress aus. Wer keine Freisprecheinrichtung besitzt, kommt schnell in den Zwiespalt ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro plus einen Punkt in Flensburg zu riskieren oder für den Moment nicht erreichbar zu sein. Vieltelefonierer sollten deshalb schon beim Autokauf in eine Freisprechanlage investieren. Viele Autofahrer unterschätzen die Gefahren, die durch das Telefonieren am Steuer entstehen. Wer bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde zwei Sekunden auf ein Handy-Display sieht, fährt knapp 30 Meter ohne Sicht. Auf der Autobahn beträgt die blind gefahrene Strecke bei 100 km/h schon 60 Meter.

Einer Umfrage aus dem Jahr 2015 zufolge, lässt sich knapp jeder zweite Autofahrer durch Telefonieren während der Fahrt ablenken. Von 2008 bis 2015 ist die Anzahl der Unfälle mit ungeklärter Ursache stetig angestiegen. Experten vermuten, dass ein Grund dafür das Telefonieren während der Fahrt ist.

Top 10 der Ablenkungen beim Autofahren in Deutschland 2015

Von 1.000 befragten Autofahrern gaben 48 Prozent an, dass sie sich durch das Telefonieren während der Fahrt ablenken lassen. Quelle: eigene Darstellung

Stressfrei Autofahren von Anfang an

Wer beabsichtigt, mit einem Auto am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen, tut gut daran, sich an die Ratschläge des Fahrschullehrers zu erinnern. Ein gutes Bild ist der Check eines Flugzeugpiloten, der vor dem Start alle Messinstrumente und Funktionen checkt. Machen Sie es ebenso und trainieren Sie sich folgende Routinehandlungen vor dem Start an:

  • Schnallen Sie sich an!

  • Überprüfen Sie eine gute Sicht durch Einstellen der Spiegel!

  • Vollziehen Sie alle Handlungen, die für eine komfortable Fahrt nötig sind (Radiosender einstellen oder CD einlegen, Navi-Ziel eingeben, Brille aufsetzen usw.)

  • Erkundigen Sie sich nach dem Wohlbefinden eventueller Mitfahrer!

  • Besinnen Sie sich kurz und stellen Sie sich vor, wie Sie wohlbehalten am Ziel ankommen!

  • Starten Sie den Motor und achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche!

  • Jetzt kann es losgehen!

Diese Prozedur kostet Sie höchstens zwei Minuten und sorgt dafür, dass Körper und Geist in den gelassenen Profi-Modus geschaltet werden.

Fotoquellen:

  • Syda Productions – 200884487 / Shutterstock.com

  • kryzhov - 268409555 / shutterstock.com

  • welcomia – 313805201 / Shutterstock.com

  • Eggegg – 448542988 / Shutterstock.com

  • Chuyuss – 110041646 / Shutterstock.com


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 18.01.2017









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