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Autos im Sommer: So heiß werden die Interieure

Der Sommer hat in Deutschland längst Einzug gehalten. An einigen Tagen hat das Thermometer bereits die 30-Grad-Marke erreicht. Und weitere Tage mit brütender Hitze werden gewiss folgen. An diesen Tagen läuft die Klimaanlage in Fahrzeugen auf Hochtouren. Doch was geschieht, wenn die Autos in der prallen Sonne abgestellt werden müssen? Tests geben Aufschluss.

Hitze im Auto

Autos heizen sich in der prallen Sonne in der Regel sehr stark auf - Bild: © istock.com/Alec051

Deutliche Hitzeentwicklung nach wenigen Minuten

Eine übermäßige Hitze bildet sich in allen Autos. Es gibt keine Ersatzteile, die den Wärmestau verhindern. Dennoch ist die Temperaturentwicklung nicht in jedem Fahrzeug gleich. Meteorologen haben auf einem asphaltierten Parkplatz die Innenraumtemperaturen unterschiedlicher Fahrzeugtypen gemessen, nachdem die Autos eine halbe Stunde in praller Sonne standen. Bei direkter Sonneneinstrahlung und hochsommerlichem Wetter erreichte die knappe Hälfte der Fahrzeuge eine Temperatur von 50 Grad Celsius. In jedem achten Auto wurden sogar über 60 Grad gemessen. Die kühlsten Temperaturen herrschten im VW Polo mit 36,2 Grad Celsius. Die deutlichste Wärmeentwicklung vollzog sich im Golf III mit 68,7 Grad. Auch bei der Fahrt kann die Temperatur im Motorraum ansteigen, wenn beispielsweise die Wasserpumpe nicht mehr richtig funktioniert. Wenn man die Kühlmittelpumpe erneuern muss, dass ist es sinnvoll auch gleich einen Ersatz-Zahnriemen mit zu bestellen, da die Arbeiten meist sehr aufwändig sind.

Eine potentielle Todesfalle für Tiere oder Kinder

Autos sind potentielle Todesfallen für Kinder und Tiere. Deshalb sollte man diese natürlich auch nie im Auto warten lassen. Möglichkeiten, das Auto sommertauglich zu gestalten, gibt es kaum. Denn aufgrund des Aufbaus des Innenraums ist ein Fahrzeug so gestaltet, dass das Armaturenbrett als heißeste Stelle des Pkw gilt. Die Temperaturentwicklung ist in diesem Bereich besonders hoch, weil sich das Armaturenbrett direkt unter einer großen Scheibe befindet. Für die anderen Bereiche des Innenraums gelten folgende Regeln:

  • Die Temperaturen auf dem Sitz sind nur zweieinhalb Grad kühler als das Armaturenbrett.
  • Schattenplätze im Bodenbereich bringen auch nur wenig Abkühlung.
  • Die Temperatur im Bodenbereich ist etwa fünf Grad kühler als im oberen Bereich.

Hund im Auto

Dieser Hund scheint die Fahrt zu genießen. Dies gilt nicht, wernn das Auto in der Sommerhitze steht. - Bild 2: © istock.com/PK-Photos

Diese Komponenten beeinflussen die Temperatur

Generell verweisen die Tests darauf, dass die Außenfarbe der Fahrzeuge für die Kfz nur eine untergeordnete Rolle spielt. Beispielsweise ist ein schwarzer Golf mit einem Wert von 41,2 Grad eher ein kühles Auto. In einem silberfarbenen Ford Escort erhöhen sich die Temperaturen auf bis zu 62,2 Grad Celsius.

Die Temperaturunterschiede basieren in erster Linie auf der Konstruktion und Größe der Fensterflächen. So gewähren schräg positionierte und große Fenster eine umfangreiche Einlassfläche für die Sonne. Bei getönten oder steil stehenden Scheiben bleibt der Innenraum kühler. Klimaanlagen leisten in solchen Sommern Schwerstarbeit.

Aus den genannten Gründen sollte man deshalb nach Möglichkeit immer versuchen einen Platz im Schatten zu ergattern. Wenn Sie die Klimaanlage richtig bedienen, dann kommen Sie schneller an die gewünschte Innenraumtemparatur. Aus diesen Gründen ist es ratsam, bei Fahrten im Sommer eine Kühlbox an Bord zu haben, um sich bei Bedarf mit kühlen Getränken oder Obst versorgen zu können. Die GTÜ nahm in ihrem Test acht thermoelektrische Kühlboxen für 12 und 230 Volt unter der Lupe. Da ist sicherlich auch eine dabei, die in ihrem Auto für Abkühlung sorgen kann.


 

 

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 30.06.2017









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