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Infrastruktur aktuell als größte Bremse für Elektromobilität

Die Elektrorevolution nimmt langsam reale Züge an. Doch auf dem Weg warten noch einige Hindernisse. Damit ist insbesondere die Infrastruktur gemeint, denn die Lademöglichkeiten decken den künftigen Bedarf nicht einmal annähernd ab.

Das Ziel: die Ladestation nach dem Tankstellen-Prinzip

Zehn Prozent – zu diesem Anteil ist die deutsche Infrastruktur erst auf die volle Elektromobilität vorbereitet. Die weiteren 90 Prozent verlangen nach Investitionskosten von rund 30 Milliarden Euro. Die erforderlichen Maßnahmen sind also so umfassend und kostspielig, dass sie nicht nur die Akteure der Automobilindustrie betreffen, sondern auch die Politik und weite Teile der Wirtschaft.

Ladestation E-Auto

Noch sind die Ladestationen ein seltenes Bild am Straßenrand oder an der Tankstelle - Bild: © istock.com/omada

Dennoch soll diese Mammutaufgabe kein Hindernis auf dem Weg zur Elektromobilität sein. So existiert bereits seit 2015 die Förderrichtlinie Elektromobilität, die bis 2019 läuft und den Kommunen (unter anderem) beim Aufbau der Infrastruktur helfen soll.

Die Herausforderung liegt dabei nicht nur in der bloßen Zahl der Ladestationen, sondern auch in deren Qualität. Das gilt vor allem für die Geschwindigkeit und die Bedienbarkeit: Um das Elektroauto flächendeckend praktikabel zu machen, müssen die Lademöglichkeiten genauso zahlreich und einfach zu nutzen sein wie die gewöhnliche Tankstelle.

Innen wie außen: Die Räder greifen ineinander

Doch die Aspekte der Elektromobilität sind komplex miteinander verknüpft. Das wird auch bei den möglichen Lösungen für die vorhandenen Probleme deutlich: Je leistungsstärker die Akkus werden und je höher die Reichweite wird, desto geringer werden die Anforderungen an die Ladestationen. Der Umkehrschluss gilt natürlich ebenfalls. Und die Entwicklungskurve gibt Grund zur Hoffnung: Während die ersten Modelle noch mit überschaubaren Reichweiten von rund 100 Kilometern (oder weniger) auskommen mussten, werden die kommenden Generationen durchweg mindestens 300 Kilometer weit fahren können – oft sogar deutlich weiter, denn 400 oder 500 Kilometer sind bereits im Bereich des Machbaren.

Das bedeutet, dass Fortschritte in einzelnen Bereichen sich zwangsläufig auf andere Bereiche auswirken. Nicht zuletzt auf diese Synergieeffekte baut die Bundesregierung bei ihrem Plan, in absehbarer Zukunft eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben.

Immerhin trägt die Automobilindustrie ihren Teil dazu bei – und zwar rund um den Globus. Sämtliche Hersteller, angefangen bei der asiatischen Riege bis hin zu VW, Mercedes-Benz und sogar Porsche (wie gewohnt mit einem besonderen Schmuckstück) arbeiten aktuell an einer modernen E-Palette. Diese ist optisch bewusst futuristisch gehalten, schließlich soll die Ära der Elektromobilität die gesamte Gesellschaft verändern und sinnbildlich den Weg in die Zukunft bereiten.

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 24.04.2017









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