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Der Trend hält an. Eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen wird finanziert

von kfztech.de

Die Gfk-Marktstudie 2018, die sich um Konsumgüter allgemein, aber auch um den Kfz-Bereich dreht, zeigt ein eindeutiges Bild: Diejenigen Befragten, die angaben, einen Ratenkredit zu tilgen, finanzierten darüber meist Neuwagen (31 Prozent) oder Gebrauchtwagen (28 Prozent). Für Motorräder, Mofas, Roller oder andere Fahrzeuge, wie beispielsweise ein Wohnmobil, nahmen hingegen nur ein Prozent der Befragten einen Ratenkredit auf.

Eine Mehrheit erreicht die Gruppe derjenigen, die ihren Pkw finanzieren, (noch) nicht. 38 Prozent aller Befragten mit Pkw finanzierten ihren Wagen. 62 Prozent fahren in einem Fahrzeug, das nicht mit einer Finanzierung belegt ist. Mit Blick auf die Gruppe der Neuwagen verschiebt sich das Verhältnis etwas. Einen abbezahlten Neuwagen fahren nur 55 Prozent der Befragten; 45 Prozent haben eine laufende Neuwagenfinanzierung. Beim Gebrauchtwagen kippt die Statistik in die andere Richtung: Nur 32 Prozent der Befragten finanzieren die Anschaffung ihres Gebrauchtwagens.

Darüber hinaus liefert die Studie weitere interessante Details rund ums Thema Autofinanzierung.

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Die Gfk-Marktstudie 2018 zeigt: 62 Prozent der befragten Fahrzeugeigentümer kamen ohne Finanzierung zu ihrem Wagen. 38 Prozent der Fahrzeugeigentümer sind - rein rechtlich gesehen - nur Besitzer und nicht etwa Eigentümer. Ihre Fahrzeuge sind mit einem Finanzierungsvertrag belegt. - Bild:  pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)

Ein Blick in die Gfk-Marktstudie 2018

Nicht minder deutlich zeigen die Ergebnisse der Studie, wo sich die Konsumenten Geld leihen – nämlich in 51 Prozent der Fälle direkt bei einer Bank. Ob im Vorfeld ein Kreditvergleich im Internet durchgeführt wurde, darüber geben die Ergebnisse der Studie keinerlei Informationen. Allerdings zeigt sich, dass noch immer 21 Prozent der Autofinanzierungen direkt beim Händler abgeschlossen werden (und 22 Prozent im Einzel-/Versandhandel, wenn es um andere Konsumgüter geht).

Von Nachteil ist eben diese Finanzierung über den Autohändler insofern, da hier zwei geschäftliche Fälle vermischt werden, die ansonsten getrennt voneinander verhandelt werden könnten. Wer beim Autohändler die Kosten für das Fahrzeug und via Internet-Kreditvergleich die besten Konditionen für die Autofinanzierung aushandelt, beschließt unterm Strich zwei gute Deals.

Noch hat die klassische Bankfiliale die Oberhand, wenn es um Informationen rund um Finanzierungen geht, heißt es in der Marktstudie. Seit 2012 liegt die Nutzung einer Bankfiliale als Informationsquelle stabil über 40 Prozent. In den Jahren 2014 und 2016 überschritt die Anzahl der Nutzer sogar die 50-Prozent-Marke. Zum Vergleich: Die Internetseite der Bank selbst war im Jahr 2017 am beliebtesten mit 30 Prozent. Vergleichsportale im Internet lagen in den Jahren 2016, 2017 und 2018 stabil bei 20 Prozent der Befragten.  

In der Praxis führen drei Routen zum neuen Gefährt

Unabhängig davon, ob der neue fahrbare Untersatz ein Neu- oder ein Gebrauchtwagen sein soll, haben diejenigen, die sich nach einer Finanzierungsoption umsehen, in der Praxis drei Möglichkeiten:

1. Der Klassiker ist der Autokredit, der bei der Bank, nach einem Internet-Vergleich oder beim Händler geschlossen wird.

Was sich hinter diesem Klassiker verbirgt, ist ein Ratenkredit, der eine Zweckbindung hat. Der Kreditnehmer darf in diesem Fall nicht frei über das Geld verfügen, sondern muss es in ein Auto investieren. Geprüft wird das durch den Kreditgeber insofern, als dass die Zulassungsbescheinigung II (der Ex-Fahrzeugbrief) beim Geldgeber bleibt bis der Kredit abbezahlt ist. Für den Kreditgeber ist dieses Papier eine Sicherheit. Würde der Kreditnehmer nicht bezahlen, könnte die Bank das Fahrzeug verkaufen und ggf. den Restschuldbetrag so begleichen. Die Verbraucherzentrale hat in diesem Zusammenhang die so verlockend anmutende Null-Prozent-Finanzierung einmal genauer unter die Lupe genommen und klärt online über Vor- und Nachteile auf.

2.) Für Unentschlossene oder für jene, die sich nicht allzu lange an eine Finanzierung binden wollen, kann die Drei-Wege-Finanzierung eine gangbare Option sein.

Die drei Wege bezeichnen die drei Schritte, die hier zu gehen sind, um das Fahrzeug zu finanzieren. Der erste Schritt ist die Anzahlung, die zu leisten ist. Anschließend folgt die Bezahlung der monatlichen Raten. Üblicherweise läuft eine Drei-Wege-Finanzierung nur über einen überschaubaren Zeitraum von zwei bis vier Jahren und die Monatsraten sind ebenfalls klein. Nach diesem zweiten Schritt, der monatlichen Ratenzahlung, folgt der dritte Schritt. Hier haben Kreditnehmer dann die Wahl: Wer eine Schlussrate beim Händler bezahlt, kauft das Fahrzeug so aus dem Vertrag heraus und ist fortan Eigentümer. Wer die Schlussrate nicht bezahlen kann, kann diese per Anschlussfinanzierung abbezahlen. Und wer das Fahrzeug nicht behalten will, gibt es an den Händler zurück.
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Bei der Drei-Wege-Finanzierung wird auf jeden Fall eine Anzahlung fällig. Nach dem Ende der Kreditlaufzeit müssen die Kreditnehmer dann entscheiden, einen Restbetrag zu bezahlen, weitere Raten zu finanzieren oder das Fahrzeug zurückzugeben. - Bild: pixabay.com © Kredite (CC0 Public Domain)

3.) Das Fahrzeug-Leasing ist im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Optionen das Hinkebein der Finanzierungsvarianten.

Im Grunde genommen handelt es sich nämlich nicht um eine Finanzierung, sondern um ein Anmieten des Fahrzeugs. Für einen monatlichen Leasingbetrag, der häufig geringer ist als ein Kreditvertrag, dürfen Leasingnehmer das Fahrzeug fahren und bekommen im Rahmen des Leasings sogar Wartungs- und Inspektionsaufgaben erledigt. Denkbar ist diese „Finanzierungsvariante“, die vielmehr eine Miet-Variante darstellt, dennoch – und zwar beispielsweise für Unternehmer und Selbstständige. Sie können die monatlichen Leasingraten nämlich steuerlich geltend machen und schonen damit gleichzeitig die Liquidität des Betriebs. 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 07.02.2020









 

 
 
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