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Blockchain trifft Automobilindustrie

von kfztech.de

Abstrakt Auto Nacht

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Kann sich der Einsatz der Blockchain-Technologie auch im Automobilsektor lohnen? Folgt man einer Studie von Simon Kucher & Partner, so sollte man die Blockchain-Technik keinesfalls ignorieren - das Marktpotential, so die Studie, liegt bei über 100 Milliarden Euro. Folgt also, nachdem das Finanzsystem revolutioniert wurde, nun die Revolution der Automobilindustrie?

Es geht nicht nur um den verbesserten Betriebsprozess

Das Potential, das bei über 100 Milliarden Euro liegt, mag vielversprechend erscheinen. Jedoch stellt sich an dieser Stelle auch die Frage, wie die Blockchain-Technologie aber gewinnbringend von Seiten der Unternehmen eingesetzt werden kann. Bislang haben Unternehmen, die im Automobilsektor tätig sind, immer davon geschrieben, dass die Blockchain wohl dann interessant sein mag, wenn es um die Verbesserung der Betriebsprozesse geht. Daraus aber den Mehrwert für die Kunden abzuleiten, der dann monetarisiert werden kann, steht aber bislang noch nicht im Fokus.

Jedoch können genau hier die Firmen absolut attraktive Gewinne erwirtschaften. Eine von Simon Kucher & Partner durchgeführte Studie zeigt ganz klar auf, dass die für den globalen Automotive-Sektor zur Verfügung stehenden Blockchain-Anwendungen bis zum Jahr 2030 ein Monetarisierungspotential von rund 104 Milliarden Euro erreichen könnte - und das pro Jahr. Jedoch funktioniert das nicht nur mit operationaler Effizienz. Es geht um neue Anwendungen, die für die Kunden auch einen großen Mehrwert bieten.

 

Studienergebnisse zeigen: Autofahrer würden Geld für weitere Extras ausgeben

Doch wie könnten derartige Anwendungen überhaupt aussehen? Denkbar mag hier ein intelligentes Staumanagement sein. Das ermittelt dann bei vernetzter Car to Car-Kommunikation, welche Straßen besser vermieden werden sollten. Der Anwender entrichtet dann eine Gebühr, um sodann Informationen zu bekommen, welche Wege als empfehlenswert eingestuft worden sind. Die Transaktion findet über die Blockchain statt. Doch wer würde für eine derartige Information tatsächlich Geld bezahlen? Rund ein Viertel aller Studienteilnehmer gab an, für diese Leistung rund 10 Euro/Monat zu bezahlen.

Natürlich spielt auch die Sicherheit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Informationen, die etwa im Zuge des Gebrauchtwagenkaufs für absolute Transparenz sorgen, wären den Nutzern rund 5 Euro/Monat wert. Dafür bekämen sie vollste Transparenz bei den Scheckhefteintragungen sowie auch betreffend den Kilometerverbrauch. Sichere wie auch schnellere Blockchain-Apps, um Autotüren fernsteuern zu können, wären ebenfalls angesagt - und würden sich die Nutzer maximal 7 Euro/Monat kosten lassen.

Die Studie zeigt ganz klar, dass die Kunden sehr wohl bereit sind, für die Blockchain-Anwendungen zu bezahlen. Sofern man also passende Angebote zur Verfügung stellt, die von Seiten der Kunden auch als sinnvoll erachtet werden, sind diese auch einverstanden, Geld in die Hand zu nehmen.

Die Blockchain

Data

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Doch was ist die Blockchain? Befasst man sich mit dem Thema Digitalisierung, so stößt man sofort auf die sogenannte Blockchain-Technologie. Hier handelt es sich um eine öffentlich zugängliche Datenbank. Die Datenbank ist dezentral gespeichert und wächst konstant durch immer neu gespeicherte Informationen. So enthält die Datenbank zahlreiche Informationen zu Transaktionen - beispielsweise das Datum, die Uhrzeit sowie auch den Betrag. Jede Transaktion wird zu einem Block, der mit einem entsprechenden Code ausgestattet ist. Die Blockchain kann nicht manipuliert werden.

Besonders dann, wenn man sich mit digitalen Währungen befasst, so beispielsweise Informationen über den Bitcoin einholt, wird man auf die Blockchain stoßen. Denn die Blockchain mag sozusagen das technische Gerüst der Kryptowährungen darstellen. Wer jedoch nur mit der Kursentwicklung spekuliert, beispielsweise mit Immediate Edge arbeitet, so spielt die Blockchain nur eine untergeordnete Rolle. Hier geht es nämlich nicht um die Transaktion mit der Kryptowährung, sondern vorwiegend um die Kursentwicklung.

Die Blockchain-Technologie mag durchaus als revolutionäre Technik verstanden werden. Schlussendlich konnte nicht nur das Finanzsystem völlig auf den Kopf gestellt werden - sehr wohl besteht auch die Möglichkeit, die Versicherungsbranche zu revolutionieren. Mit Smart Contracts werden nämlich auch hier neue Maßstäbe gesetzt, die - wie auch in der Automobilindustrie - für viel Aufsehen sorgen könnten.

Auch wenn die Blockchain gerne in Verbindung mit Kryptowährungen gebracht wird, so kann abschließend gesagt werden, dass diese in weitaus mehr Bereichen eingesetzt werden kann und wohl in naher Zukunft auch in zahlreichen Bereichen zum Einsatz kommen wird.

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 16.12.2019









 

 
 
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