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Einstieg ins Tuning — Was sind die Grundlagen?

 von kfztech.de

Immer mehr Menschen können sich in diesen Tagen für die Welt des Tunings begeistern. Zu ihnen zählen passionierte Autofahrer, die im Hinblick auf Optik und Leistung noch etwas mehr aus ihrem Wagen herausholen möchten. Doch worauf ist zu achten, um dieses Projekt schließlich erfolgreich in die Tat umzusetzen? Wir werfen einen Blick auf die Grundlagen des Themas.

Mehr Leistung mit geringem Aufwand

Die gängigen Automarken machen zunächst keinen großen Eingriff notwendig, um etwas mehr Leistung zu erhalten. Stattdessen gilt der Chip des Autos als ein geeigneter Ansatzpunkt, um den Wagen an seine Grenzen zu bringen. Dabei ist es möglich, ein Reservoir auszuschöpfen, welches der Hersteller vom Werk aus seinen Kunden nicht zur Verfügung stellen möchte.

Wer etwa den Audi tunen möchte, hat mithilfe des Chiptunings die Möglichkeit, rund 20 Prozent mehr Leistung aus dem Motor herauszuholen. Diese ist direkt im Bereich der Beschleunigung spürbar. Hier lässt sich oft ein verborgenes Potenzial ausschöpfen. Wichtig ist, diese Arbeit von einem erfahrenen Profi durchführen zu lassen. Dieser weiß um die maximale Belastbarkeit des Materials und kann einen nachhaltigen Effekt erzielen, ohne dabei die Technik des Wagens in Mitleidenschaft zu ziehen. Mehr dazu kann man in den Chiptuning Artikeln lesen.

Audi

Mit relativ einfachen Mitteln kann die Leistung und die Optik eines Autos effektiv verbessert werden. - © gessingerbildwerk (CC0-Lizenz)/ pixabay.com 

Die Veränderung der Optik

Selbst mancher Porsche macht einen ungefährlichen Eindruck, wenn er das Werk verlässt. Zwar ist es bei der Bestellung möglich, die Farbe und Ausstattung selbst zu wählen, doch gerade optische Accessoires sind nur in einem sehr kleinen Umfang verfügbar. Dies macht es notwendig, sich im Anschluss an den Kauf selbst um diese Dinge zu kümmern. Im Bereich des Tunings gibt es heute unzählige Möglichkeiten, um selbst Hand am Wagen anzulegen und dabei deutlich sichtbare Effekte zu erzielen.

Ein klassischer Eingriff, der als erstes in Betracht gezogen wird, ist das Tieferlegen des Autos. Dafür werden die Federn verändert, um den gesamten Wagen von außen schnittiger zu machen. Je nach Modell unterscheidet sich der Spielraum, welcher für diesen Eingriff genutzt werden kann. Wichtig ist auch hier, die Arbeit einem Profi zu überlassen. Denn mit der Veränderung der Federn ändern sich sogleich die Fahreigenschaften des Wagens. Umso wichtiger ist es, hier nichts dem Zufall zu überlassen. Wird die Arbeit von einem Laien durchgeführt, so ist ein verstärkter Verschleiß der Dämpfer keine Seltenheit.

Mercedes A-Klasse H+R Federn

Die Tieferlegung verändert die Optik und die Fahreigenschaften - Bild: H&R

Der Ladeluftkühler

Zwischen 200 und 700 € sind je nach Größe notwendig, um sich den Einfluss eines Ladeluftkühlers zu sichern. Da bei der Turboaufladung die komprimierte Luft heißer wird, sinkt gleichzeitig auch der benötigte Sauerstoff. Die Ladeluftkühlung kühlt die im Zylinder verbrannte Luft deutlich, so dass mehr Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung steht. Dies lässt wiederum die Einspritzung von größeren Mengen Kraftstoff zu. In der Folge vergrößern sich Drehmoment und Leistung des Motors deutlich. Es heißt, dass eine Abkühlung um 10 Prozent rund 4 Prozent mehr Leistung bringen. Die Ladeluftkühlung eignet sich, wenn einem das Chiptuning noch nicht ausreicht. Nach ähnlichem Prinzip arbeitet übrigens auch die Lachgaseinspritzung.

Video von JP zum Ladeluftkühlertuning

 

Fazit

Unter dem Strich gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die eine Optimierung des Wagens zulassen und hier nur wenige angerisen wurden. Wer sich im Vorfeld genau über die Ausgangsposition des eigenen Fahrzeugs in Kenntnis setzt, ist letztlich dazu in der Lage, dessen Schwachstellen auszubügeln und sich den Weg zu mehr Fahrdynamik, Optik und mehr Leistung zu bahnen. Es liegt auf der Hand, dass sich dies in den Grenzen des Erlaubten bewegen sollte und einen Fachmann mit ins Bott nehmen sollte.  

 

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 06.11.2018









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