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Verbindungsverfahren im Autobau

von kfztech.de

Jeder Autobesitzer wird mindestens einmal jährlich zum Termin der Prüfplakette auch mit Reparaturen konfrontiert. Im Zuge der Reparatur müssen oft Teile getauscht beziehungsweise erneuert werden. Doch nicht immer müssen alle Teile getauscht werden. Denn Metallteile können auch auf günstige Art und Weise durch Schweißen repariert werden. Ebenso erweist sich Schweißen für das Tuning als besonders praktisch. Als Alternative zum Schweißgerät muss meist eine Verschraubung oder auch Verklebung herhalten. Jedes Verbindungsverfahren (Fügeverbindung) hat hierbei seine ganz eigenen Vor- und Nachteile.

Fügen

Man unterscheidet bei den Fügeverbindungen u.a. zwischen beweglichen und festen Verbindungen - Bild: autofachmann / Vogel Verlag

Schweißen

Wird über das richtige Werkzeug verfügt, so können Reparaturen aber auch Verbesserungen durch Schweißen schnell durchgeführt werden. Das Schweißen von gebrochenen Metallteilen oder die Maßanfertigung einer Kotflügelverbreiterung sind nur wenige der bestehenden Möglichkeiten. Für den Heimeinsatz eignen sich vor allem E-Schweißgeräte doch auch das Schweißen mit Schutzgas ist möglich. Dennoch sollten nur Reparaturen von geschultem Personal durchgeführt werden, denn für Verschweißungen bestehen gesetzliche Vorschriften, welche spätestens bei der Straßenverkehrstauglichkeitsprüfung überprüft werden. Schweißarbeiten an Karosserie können aber in den meisten Fällen sehr einfach durchgeführt werden. Etwas Erfahrung und das richtige Schweißgerät sind aber dennoch notwendig. Das Schweißen kann mittlerweile in diversen Workshops erlernt werden. Um eine Schweißnaht auf dessen Richtigkeit zu kontrollieren, ist auch die Fehleranalyse ein wichtiger Bestandteil und für hochqualitative Schweißnähte zu sorgen. Grundsätzlich bietet das Schweißverfahren allerdings große Vorteile in Hinsicht auf die Hitzebeständigkeit und Belastbarkeit. Ebenso handelt es sich um eine stoffschlüssige und nicht mehr lösbare Verbindung.

Schweißen

Schweißen ist auch heute noch ein gängiges Reparaturverfahren beim Auto, aber es ist längs nicht mehr das Einzige. - Bild: pixabay.com © jarmoluk (CC0 Public Domain)

Schrauben und Kleben als Alternative

Durch die zunehmende Weiterentwicklung und der sich stetig ändernden Ansprüche, fallen Schweißarbeiten aber schon lange nicht mehr so einfach aus wie noch vor 20 Jahren. Um Gewicht einzusparen und den Anforderungen der Crash-Tests gerecht zu werden, müssen aber schon seit langem andere Materialien außer Stahl verwendet werden. Hierdurch wird der Einsatz des Schweißgerätes eingeschränkt. Durch den Einsatz von Verbundmaterialien wird vermehrt zur Verschraubungen anstatt Schweißen gegriffen. Auch Hartlöten auf Grund der niedrigeren Temperatur kommt vermehrt zum Einsatz. Die Verschraubungen haben aber auch ihr Gutes, denn so können vor allem leichte Beschädigungen schneller und flexibler getauscht werden. Zudem lässt sich eine Verschraubung besonders schnell und kostengünstig realisieren.

Doch auch eine gute Verklebung kann es durchaus mit einer Schweißnaht aufnehmen. Die Klebetechnik zählt mittlerweile ebenso zur Schlüsseltechnologie, sorgt aber auch dafür, dass Reparaturen nicht mehr so einfach durchgeführt werden können. Verklebt werden hierbei Kohlefasern, Kunststoffe, Aluminium, Magnesium aber auch hochfeste Stähle. Zudem verändert eine Verklebung die Oberfläche nicht und sorgt für eine gleichmäßige Spannungsverteilung.

Kleben

Das Kleben ersetzt zunehmend herkömmliche Techniken wie Schweißen, Nieten oder Schrauben. Dies erhöht die Sicherheit und vereinfacht viele Arbeitsvorgänge. - Bild: Henkel

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 19.04.2018









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