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Kann die Produktionsphase des Tesla Cybertrucks im Jahr 2021 beginnen?

von kfztech.de

In den letzten Jahren hat sich ein regelrechter Hype um die E-Mobilität und den prominentesten Vertreter in Form von Tesla entwickelt. Der Tesla Cybertruck wird sowohl von Tesla-Fans als auch von Technologie-Enthusiasten sehnsüchtig erwartet. Seit der Ankündigung im November 2019 ist es etwas ruhig um das futuristisch anmutende Gefährt geworden.

Wann kann man zum aktuellen Stand mit dem Erscheinen und der Auslieferung rechnen? So viel können wir vorwegnehmen: Wer sich einen Cybertruck kaufen möchte, sollte nicht ungeduldig sein. Um sich die Zeit bis zum Release etwas interessanter zu gestalten, bietet sich die eine oder andere Session im Online Casino geradezu an. Heutzutage kann man online fast jede Slot Machine kostenlos spielen. Während die Welt sehnsüchtig wartet, schlüsseln wir die Gründe für mögliche Verzögerungen der Produktion auf.

Cybertruck

Der Tesla Cybertruck kommt daher wie aus einem Science Fiction Movie - Bild: Tesla

Der Faktor Elon Musk

Tesla wurde erst im Jahr 2003 gegründet und ist damit wesentlich jünger als die meisten etablierten Autobauer. Da kann es nicht verwundern, dass es bei der Produktion immer wieder kleinere oder größere Schwierigkeiten gibt. Dennoch ist es für Vorbesteller natürlich immer ärgerlich, wenn die Auslieferung ihres Produktes auf sich warten lässt.

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer, der Direktor vom CAR-Center Automotive Research in Duisburg, macht die zu große Anzahl an Projekten von Elon Musk für die Schwierigkeiten verantwortlich, seine Versprechen hinsichtlich der Produktionspläne zu erfüllen. Es ist schon erstaunlich, wie ein einzelner Mensch überhaupt gleichzeitig bei so vielen Projekten leitend mitwirken kann: Musk ist nicht nur CEO und Product Architect von Tesla, sondern auch CEO und Raketen-Chefdesigner beim Raumfahrtunternehmen SpaceX und CEO vom Neurotechnologie-Pionier Neuralink. Der Mann begeistert Menschen auf der ganzen Welt mit seinen Visionen und hat sich den Titel „Reichster Mensch der Welt“ hart erarbeitet. Doch auch der Tag von Elon Musk hat nur 24 Stunden.

Produktionsprobleme in der Vergangenheit

Schon beim Model 3 hatte Tesla es schwierig, die Produktion auf ein Maß hochzufahren. So wurden beispielsweise im dritten Quartal statt der angepeilten 1500 Fahrzeuge lediglich 260 produziert. Eine Verschlankung des Personalapparats war 2017 scheinbar eine der angewandten Lösungen, um Ineffizienzen zu beseitigen. Allerdings scheinen übertrieben positive Vorhersagen im Bezug auf die Produktionszahlen bei Tesla Standard zu sein, ohne jedoch dem Image des Unternehmens irgendwelchen Schaden zufügen zu können. Seit den Produktionsproblemen mit dem Model 3 hat sich der Börsenwert von Tesla verzehnfacht.

Auch 2019 enttäuschte Tesla, als man im ersten Quartal mit 63.000 ausgelieferten Autos deutlich unter den Erwartungen blieb. Im Vergleich zum Vorquartal entsprach das einem Rückgang von 31 Prozent. Zwar betrug die Anzahl der ausgelieferten Model 3 nun 50.900, aber auch hier wurde ein deutlicher Rückgang verzeichnet. Das Model 3 ist der Versuch Teslas, den Massenmarkt mit einem erschwinglichen Modell zu erobern. Um den Preis von 35.000 US-Dollar anbieten zu können, musste das Unternehmen allerdings den Großteil der Verkaufsaktivitäten von seinen Läden ins Internet verlagern.

Der Cybertruck polarisiert

Wer bis Ende 2019 noch nichts von Tesla gehört hatte, kam bei der Ankündigung des Cybertrucks gar nicht darum herum. Das Modell sieht aus wie ein Pickup aus einem Science-Fiction Film und hat sowohl mit seiner Optik als auch mit der Kontroverse um seinen Nutzen die Meinungen gespalten. Nicht zuletzt der Fauxpas bei der Präsentation der als besonders robust beworbenen Scheiben heizte die öffentliche Diskussion noch einmal richtig an. Das Panzerglas wurde beschädigt, als auf Aufforderung des CEOs hin die Scheibe mit einer Stahlkugel beworfen wurde. Im Anschluss wurden sogar Stimmen laut, die Teslas Absicht unterstellten und das Missgeschick für einen Publicity Stunt hielten. Der überraschten Reaktion Musks und seiner eigenen Aussage in Joe Rogans Podcast nach, handelte es sich dabei aber tatsächlich um einen Unfall.

Der Cybertruck wurde als erstes Modell der Pickup-Reihe von Tesla angekündigt. Das Design ist laut Musk vom Hollywood-Klassiker Blade Runner inspiriert. Die minimalistische Optik ist von scharfen Kanten, flachen Scheiben, schmalen Überhängen und einem abrupt abfallenden Heck geprägt. Das Frontlicht besteht aus einem futuristischen Lichtstreifen. Auf dem Dach befindet sich das Ladebett. Die Seiten des Fahrzeugs verfügen für bessere Stabilität über einen langen Knick.

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Allgemein ist das erklärte Ziel des Autobauers, den Cybertruck enorm stabil und sicher zu bauen. Diese Karosserie passt natürlich gut zur Vision. Die äußere Schutzstruktur hat dieses Versprechen in der Präsentation immerhin erfüllt. Bei den Scheiben musste so mancher Ingenieur nach der missglückten Vorstellung wohl Überstunden schieben. Die Ladefläche des Pickup-Trucks ist laut Tesla so sicher wie ein Tresor. Der Innenraum bietet Platz für sechs Personen.

Für 39.000 Dollar vor Steuern ist der Cybertruck in den USA erhältlich und damit preislich erstaunlich kompetitiv. Das Gefährt beschleunigt in unter 6,5 Sekunden auf 100 km/h und hat eine zulässige Anhängelast von 3400 Kilogramm. Die Reichweite beträgt in der Grundversion über 400 Kilometer. Zwei teurere Ausführungen des Cybertrucks verfügen unter anderem über eine größere Akkukapazität, eine bessere Motorleistung und eine höhere Anhängelast. Das Top-Modell schafft den Sprint auf 100 km/h in für ein Auto dieser Größe sagenhaften 2,9 Sekunden. Die Auslieferung des Top-Modells hat aber erst einmal keine Priorität.  

Geplante Produktion

Tesla will Ende 2021 mit der Produktion des Cybertrucks beginnen und Anfang nächsten Jahres die Auslieferung starten. Ein Jahr später können sich dann auch Vorbesteller des Top-Modells freuen. Die Markteinführung in Deutschland und Europa ist allerdings noch nicht geklärt. Tatsächlich ist noch nicht einmal bekannt, ob der Cybertruck überhaupt mit der deutschen Straßenverkehrsordnung kompatibel ist. Aktuell können aber auch deutsche Kunden schon ein Modell für 100 Euro reservieren. Bis ein für Europa geeignetes Modell präsentiert wurde, ist die Reservierung für Europäer aber vermutlich weniger sinnvoll. Hierzulande herrschen nämlich Bedenken, ob der Cybertruck tatsächlich so sicher ist, wie er beworben wird. Der drei Millimeter dicke Edelstahl verformt sich kaum, weshalb die Aufprallenergie bei einem Unfall fast komplett die Insassen treffen würde. In den USA erteilen sich die Hersteller selbst die Zulassung und richten sich dabei an Vorgaben der Regierung. In Deutschland geht keine Zulassung ohne beispielsweise den TÜV vonstatten. Möglicherweise wird es ein kleineres Modell geben, das die Anforderungen europäischer Behörden erfüllt. Ob und wann das passiert, steht allerdings in den Sternen.


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 22.02.2021









 


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