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Die zulässige Gesamtmasse: Wie wird sie überprüft und welche Folgen drohen bei Überschreitung?

von kfztech.de

Die zulässige Gesamtmasse

Wie wird die zulässige Gesamtmasse überprüft und welche Folgen drohen bei Überschreitung?

Damit ein sicherer Transport von Ladung stattfinden kann, stellt eine optimale Gewichtsverteilung auf den einzelnen Achsen eines Fahrzeuges die grundlegende Voraussetzung dar. Um stets die die zulässige Gesamtmasse zu kennen, sind ein genauer Kenntnisstand der Vorgaben und eine aktuelle Überprüfung im Zuge der Beladung erforderlich. Ansonsten drohen dem Fahrzeughalter bei einer Überschreitung schwerwiegende Folgen.

VW Multivan Urlaub

Urlaub mit dem Wohnmobil erfreut sich ímmer größerer Beliebtheit. Doch Vorsicht: Schnell ist der Camper überladen! - Bild Volkswagen

Überprüfung der Achslasten

Die Achslasten beziffern das Gewicht, welches auf den verschiedenen Achsen von Fahrzeugen lastet. Wenn das Gefährt schwer beladen wird, wirken größere Kräfte auf die Achsen und auch auf die Räder aus. Im Anschluss muss diese Verbindung das erhöhte Gewicht des Fahrzeuges tragen. Falls die Last zu hoch ist, lässt sich das Gefährt nicht mehr gut steuern und reagiert nicht vorhersehbar in gefährlichen Situationen. Im Extremfall kann es sogar zu einem Bruch der Achsen kommen.

Deswegen hat der Gesetzgeber ein zulässiges Gesamtgewicht inklusive Beladung für jedes Gefährt festgelegt, welches abhängig vom Fahrzeugtyp variiert. Für die Überprüfung stehen Radlastwaagen für die mobile Messung zur Verfügung. Auf diese Weise lassen sich sowohl die Achslasten als auch das Gesamtgewicht der folgenden Fahrzeuge prüfen:

  • Baustellenfahrzeuge

  • Lastkraftwagen

  • Personenkraftwagen

  • Reisemobile

  • Sattelzüge

Diesbezüglich sind die Radlastwaagen eichfähig zu erhalten und weisen eine hohe Genauigkeit auf.

Mobile Radlastwaage

Eine mobile Radlastwaage dient zum Erfassen der Achslasten und des zulässigen Gesamtgewichts. - Bild: Bosche

Maximale Achslast ermitteln und kontrollieren

Vor dem Beladen sollte sich der Fahrzeughalter genau über die maximale Achslast informieren. Nur wer die gesetzlichen Vorgaben kennt, kann sich daranhalten. Dazu finden sich entsprechende Angaben im Fahrzeugschein, genauer gesagt in der Zulassungsbescheinigung Teil 1. Dort ist im Feld L exakt verzeichnet, wie viele Achsen der jeweilige Pkw oder Lkw besitzt. Unter dem Punkt 8 ist dann die maximale Achslast aufgeführt. Bei den alten Fahrzeugscheinen sind diese Informationen in den Feldern 16 und 18 verzeichnet.

Zulassungsbescheinigung

Ausschnitt einer Zulassungsbescheinigung Teil1 eines Pkws. Markiert sind die Felder L sowie 8.1 und 8.2 - Bild: kfztech.de

Im Anschluss sollte nach dem Beladen eine präzise Messung erfolgen, die sich mit funktionalen Radlastwaagen schnell durchführen lässt. Mobile Varianten bieten sich für eine fortlaufende Kontrolle bei der An- und Auslieferung an, um mögliche Überlasten zeitnah festzustellen. Ansonsten ist mit Bußgeldern und weiteren Strafen zu rechnen.

Diese Folgen drohen bei Überschreitungen

Zu schwer beladene Fahrzeuge stellen eine große Gefahr für den Straßenverkehr dar. Deswegen erlässt der Gesetzgeber bestimmte Strafen bei einer Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichtes. Diese werden im Bußgeldkatalog festgehalten und jedes Jahr erneuert. Im Jahr 2021 müssen Fahrer von Kraftfahrzeugen bei einer Überlastung der Achslasten mit den folgenden Sanktionen rechnen:

  • Über 5 Prozent: 1 Punkt und 80 Euro

  • Über 10 Prozent: 1 Punkt und 110 Euro

  • Über 15 Prozent: 1 Punkt und 140 Euro

  • Über 20 Prozent: 1 Punkt und 190 Euro

  • Über 25 Prozent: 1 Punkt und 285 Euro

  • Über 30 Prozent: 1 Punkt und 380 Euro

Bei Lastkraftwagen fallen die Bußgelder noch höher aus.

Fazit

Da es im Hinblick auf die zulässige Gesamtmasse strenge Vorgaben des Gesetzgebers gibt, ist eine Überprüfung mit der Hilfe von Radlastwaagen sinnvoll. Ansonsten drohen hohe Bußgelder bei einer Überschreitung.











 



Impressum, Copyright Autor: Johannes Wiesinger bearbeitet: 28.09.2021