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Fahrzeugwert aus technischer Sicht: Worauf kommt es beim Verkauf wirklich an?

von kfztech.de | Autokauf und -verkauf |

Fahrzeugbewertung für einen optimalen Preis

Der Fahrzeugwert wird mitbestimmt durch Laufleistung, Pflegezustand und dokumentierte Reparaturen

Wenn man ein Auto verkauft, zählt in aller Regel primär der Preis. Viel wichtiger als dieser Preis ist indes, wie er erzielt wird. Laufleistung, Pflegezustand, dokumentierte Reparaturen bewirken oft mehr für den Wert des Fahrzeugs als alles Aussehen. Wer die technischen Maßstäbe der Bewertung kennt, ist in der Lage, Angebote realistisch einzuschätzen und seine Erwartungen richtig zu steuern.


Auto mit Verkaufsschild

Ein gepflegtes Auto mit lückenloser Dokumentation lässt sich meist besser verkaufen - Bild: depositphotos.com

Untersuchung des technischen Zustandes als Basis einer jeden Bewertung

Der technische Gesamtzustand ist die Grundlage jeder seriösen Preisfindung des Fahrzeugs: Motorlauf, Getriebeservice, Bremsen und Fahrwerk kommen vor allem. Die Lebensdauer der Verschleißteile (Kupplung, Bremsen, Stoßdämpfer) gibt Auskunft über die Restlebensdauer und künftige Instandhaltungsrechnung.

Undichtigkeiten, merkwürdige oder übermäßig laute Geräusche, Fehlermeldungen des Bordcomputers machen sich sofort wertmindernd bemerkbar. Der gute Eindruck allein nützt nichts. Sind die Wartungsintervalle eingehalten worden? Sind die Reparaturen sachgemäß erfolgt? Fahrzeuge mit nachweisbarer Servicehistorie sind technischer besser zu bewerten als solche ohne Belege.

Einschätzung von Laufleistung und Wartungsgeschichte

Die Laufleistung ist zwar eine wichtige Kennzahl, allerdings nicht die einzige. Hohe Kilometerzahlen müssen nicht schlecht sein, wenn ein lückenloser Wartungsnachweis vorliegt. Niedrige Laufleistungen bei unregelmäßiger Nutzung können hingegen z. B. wegen möglicher Standschäden schädlich sein. Ölwechselintervalle, Zahnriemen- oder Kettenwechsel, der Austausch von Verschleißteilen zeigen an, in welchem Zustand sich ein Auto tatsächlich befindet.

Servicehefte, Rechnungen und Prüfberichte sorgen für Klarheit. Sie erlauben eine objektivere Beurteilung und vermindern die Unsicherheit in der Einschätzung. Für den Autoankauf sind solche Belege besonders wichtig, da sie technische Risiken besser kalkulierbar machen.

Diagnose, Elektronik und Assistenzsysteme

Heutige Autos stecken voller Elektronik. In Zukunft werden auch Fehlercodes, Softwarestände und die Funktionalität der Assistenzsysteme in die Bewertung einfließen. Defekte Sensoren, unregelmäßig auftretende Fehlermeldungen und nicht aktualisierte Software können den Preis drücken, selbst wenn der Wagen noch fahrbereit ist.

Ein ausführlicher Diagnosetest vor dem Verkauf schafft Klarheit. Er spürt versteckte Mängel auf und ermöglicht eine realistische Preisermittlung. Vor allem bei neueren Fahrzeugen mit großer Ausstattung ist dieser Schritt wichtig, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Prüfung der Hauptuntersuchung und technischer Zustand

Der Zustand der Hauptuntersuchung ist ein weiterer wichtiger Bewertungsfaktor. Ein frisch bestandenes Gutachten zeigt an, dass die grundlegenden Sicherheits- und Umweltstandards eingehalten werden. Andererseits wirken Mängelberichte oder anstehende Prüfungen wertmindernd, da ein kurzfristiger Reparaturbedarf zu erwarten ist.

Für einen Überblick über Straßenverkehrsrecht, technische Anforderungen und Prüfstandards im Automobilbereich stellt TÜV SÜD weiterführende Informationen zur Auditierung und Zertifizierung im Automotive-Sektor bereit.

Reparaturen und Umbauten objektiv einschätzen

Nicht jede Reparatur am Fahrzeug mindert seinen Wert, z. B. ersetzt man beschädigte Verschleißteile, dann kann sich der Gesamteindruck sogar verbessern, wenn die Arbeiten ordentlich und sorgfältig durchgeführt wurden. Entscheidend ist die Qualität der ausgeführten Arbeiten und die Dokumentation darüber.

Um- und Einbauten müssen in jedem Falle genehmigt und eingetragen sein, nicht genehmigte Einbauten erhöhen die Gefahren und wirken sich nachteilig auf die Bewertung aus. Der Originalzustand des Fahrzeuges und nachvollziehbare Reparaturen mit geprüften Ersatzteilen sind für die realistische Schätzung wichtig, besonders wenn es sich um sicherheitswichtige Teile handelt.

Transparenz als Vorteil im Verkaufsprozess

Technische Offenheit vermindert Unsicherheiten beiderseitig. Wenn Ihnen etwaige Mängel offenbart werden und Ihnen die Werterhaltung des Fahrzeuges nachgewiesen wird, entfallen spätere Diskussionen. Gerade in geordneten Verkaufsprozessen ist eine solche Offenheit wichtig, um einen realistischeren Preis zu finden.

Die sachliche Schilderung des Fahrzeugzustandes ersetzt übertriebene Hoffnungen durch geprüfte Tatsachen, beschleunigt die Entscheidung und erleichtert den Vergleich.

Technische Bewertung als Grundlage für einen realistischen Preis

Der Preis, den wir für unser Auto erzielen, setzt sich aus dessen technischer Analyse, dem aktuellen Markt und der Dokumentation zusammen. Wer sein Auto technisch durchschaut, kann so die Angebote besser vergleichen und entscheiden.

Der nächste Schritt ist die Unterlagen zusammenzusuchen, den Zustand zu bewerten und auf diesen Zustand den Verkauf aufzubauen. Dann wird der Verkauf ein nachvollziehbarer und planbarer Vorgang.

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