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Achtung, Hacker! Warum sind diese für moderne Autos ein Sicherheitsrisiko?

von kfztech.de

Während noch vor einigen Jahrzehnten Autos fast ausschließlich aus mechanischen Bauteilen bestanden, sind moderne Fahrzeuge heute mit einer Vielzahl von elektronischen Komponenten ausgestattet. So sind neue Fahrzeuge mittlerweile nicht mehr nur reine mechanische Fortbewegungsmittel, sondern ebenfalls hochkomplexe Computersysteme. Neben zahlreichen Vorteilen stellt die digitale Technik allerdings ebenfalls völlig neue Anforderungen an die Sicherheitsvorkehrungen.

Warum wird in modernen Autos immer mehr Technik verbaut?

Dass heute deutlich mehr Elektrotechnik in Autos verbaut wird, hat in der Praxis gleich mehrere Gründe. So lässt sich zum Beispiel durch den Einbau von Assistenzsystemen wie Spurhalte- oder Bremsassistenten die Sicherheit im Straßenverkehr deutlich erhöhen. Weiterhin steigern die elektrischen Komponenten spürbar den Fahrkomfort. Die Bandbreite der Komfortverbesserungen reicht hier vom automatischen Fensterheber über die Sitzheizung bis hin zur Freisprecheinrichtung.

Staupilot

Fahrerassistenzsysteme wie z.B. der Staupilot im Audi steigern den Fahrkomfort enorm- Bild: Audi

Ein weiterer Grund für den zunehmenden Anteil an elektronischen Bauteilen in Fahrzeugen ist die Leistungsoptimierung der Motoren. Beispielsweise wird die Einspritzung von Verbrennungsmotoren penibel genau von elektronischen Steuergeräten reguliert. Die Steuerung dieses Prozesses geschieht dabei auf der Grundlage von in Echtzeit gesammelten Daten. Neben den genannten Faktoren lässt sich durch intelligente Technik ebenfalls der Ausstoß von Schadstoffen massiv reduzieren.  

Welche Technik ist aktuell von Bedeutung und was wird in der Zukunft eine Rolle spielen?

Bei der Entwicklung von neuen Fahrzeugen stehen vor allem die Sicherheit sowie der Nutzungskomfort im Vordergrund. Insbesondere die Integrierung von Assistenzsystemen ist in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. So werden immer mehr Aufgaben des Fahrers von digitalen Systemen übernommen. Moderne Beispiele sind hier unter anderem Berganfahrhilfen oder die automatische Einparkfunktion vieler Fahrzeuge. An der Spitze der Entwicklung steht hierbei das vollautomatisierte oder sogar autonome Fahren. Mittlerweile arbeiten zahlreiche Hersteller weltweit an selbstständig fahrenden Autos, die größtenteils ohne das Einwirken des Fahrers auskommen. Der Fortschritt hin zum vollständig autonomen Fahren geht dabei über verschiedene Stufen der Automatisierung. So ist damit zu rechnen, dass zukünftig immer mehr Teilaspekte des Fahrens automatisiert werden. 

Warum ist die Technik auch ein Sicherheitsrisiko?

Binary Code Hacker

Je mehr Elektronik im Auto auch vernetzt wird, umso mehr Angriffsfläche bietet es Hackern - pixabay.com / CCO

Zwar sollen elektronische Systeme die Fahrzeugsicherheit erhöhen, allerdings geht von ihnen ebenfalls ein Risiko aus. Hierbei sind nicht zwangsweise Ausfälle der Technik oder die allgemeine Störungsanfälligkeit gemeint, sondern vielmehr die Gefahr durch Einwirkungen von außen. So sind computergesteuerte Systeme immer auch anfällig für unbefugte Angriffe durch Hacker. Das Hacken von teil- bzw. vollautomatisierten Fahrzeugen kann dabei katastrophale Folgen haben. Man möchte sich gar nicht ausmalen was passiert, wenn ein Hacker auf der Autobahn plötzlich die Bremsen im eigenen Auto deaktivieren. Vor allem terroristischen Organisationen würde dies eine völlig neue Art von Anschlägen eröffnen, was es unbedingt zu verhindern gilt.

Woran müssen die Hersteller von Fahrzeugen in Zukunft arbeiten?

Wie bereits in Feldversuchen gezeigt wurde, sind autonome bzw. teilautomatisierte Fahrzeuge heute ein gefundenes Fressen für geschulte Hacker. Bevor hochautomatisierte Autos die Marktreife erreichen, muss diese Anfälligkeit in jedem Fall aus der Welt geschafft werden. So müssen die Hersteller komplexe Sicherheitsbarrieren in ihren Fahrzeugen implementieren, die einen Zugriff von außen zuverlässig unterbinden. Insbesondere die Schnittstellen zur Außenwelt wie beispielsweise Internet- und andere Funkverbindungen stellen dabei die größte Schwachstelle dar. Um dieses Problem lösen zu können, sind vor allem qualifizierte Fachkräfte im IT-Bereich gefragt.

Hacker

Vor dem Schutz vor Hackern im Auto sind vor allem die Hersteller gefragt - Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Wie sich zeigt, profitieren Nutzer durch den hohen Technisierungsgrad von Fahrzeugen gleich auf vielfältige Art und Weise. Damit allerdings auch die nächste Stufe von elektronischen Steuerungen erreicht werden kann, muss unbedingt die Problematik in Bezug auf die Datensicherheit eindeutig geklärt werden.

 

 

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 18.11.2018











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