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Bremsscheiben wechseln - aber sicher

Bremsbeläge beim Auto selbst wechseln Ratgeber, Wissenwertes, Anleitung - von kfztech.de

Bremsbeläge und Bremsscheiben des Autos müssen regelmäßig geprüft und gewechselt werden. Sicherheit geht vor und die Bremsen müssen sich im Top-Zustand befinden. Aber kann man den Bremsenwechsel wirklich selbst angehen? Um Klarheit zu schaffen, haben wir Wissenswertes und einen Ratgeber für den Tausch der Kfz-Bremsen zusammengetragen.

Festsattel Audi

So eine 8-Kolben-Festsattelbremse wie hier vom R8 haben Standard Pkws in der Regel nicht. - Bild: Audi

Wie schwer ist der Bremsscheiben-Wechsel beim Auto?

Wer etwas Ahnung hat und öfters am Auto herumschraubt, kann sich im Prinzip auch an den Wechsel der Bremsscheiben machen. Der Aufwand ist größer als bei einem Reifenwechsel oder dem Austausch der Beleuchtung, dafür sind allerdings auch die Werkstattkosten bei der Bremsenreparatur deutlich höher: Je nach Autohersteller und Werkstatt fallen für die Bremse Kosten zwischen 250 und 1.000 Euro an. Um beim Bremsenwechsel so richtig zu sparen, muss man natürlich zunächst die Bremsbeläge und Bremsscheiben für das Auto günstig kaufen. Allerdings sollte man nicht irgendwelchen Billigschrott aus Fernost kaufen, sondern auf bekannte Marken zurückgreifen.

Die Zeit ist um - es quietscht oder bremst schlecht

Verschlissene Bremsen zeigen sich schnell: Der Bremspedalweg wird länger und eventuell auch der Bremsweg. In vielen Fahrzeugen zeigt die elektrische Verschleißanzeige den Wechsel der Bremsen an. Entweder leuchtet eine Anzeige am Armaturenbrett auf oder ein Metallstift kratzt beim Erreichen der Verschleißgrenze an der Bremsscheibe - das metallische Quietschen und reiben ist nicht zu überhören. Geprüft werden sollte beim Bremsenwechsel immer auch der Stand der Bremsflüssigkeit sowie der Bremsschläuche und -leitungen. Ein zu niedriger Bremsflüssigkeitsstand kann auch ein Anzeichen für verschlissene Bremsbeläge sein. Nach der Reparatur ist der Bremsflüssigkeitsstand zu kontrollieren und gegebenenfalls zu korrigieren.

Weniger Gummi lassen und die Bremsscheiben schonen

Die Lebensdauer von Bremsen liegt zwischen 50.000 bis 130.000 Kilometern - dann ist mit einem Wechsel der Bremsbeläge zu rechnen. Im Stadtverkehr werden die Fahrzeugbremsen weitaus mehr in Anspruch genommen, als etwa bei Überlandfahrten oder auf der Autobahn. Extrem sportliche Fahrer mit häufigerem und starkem Abbremsen schaffen den Bremsenverschleiß bereits nach 30.000 Kilometern. Fehler an den Bremsen können auch die Ursache sein, wenn sich das Auto beim Bremsen verzieht, also nach einer bestimmten Seite leicht ausbricht. Auch können Vibrationen am Lenkrad spürbar werden oder ein Rubbeln im Bremspedal auftauchen. Dass es bei Vollbremsungen unter dem Fuß pulsiert, ist bei integrierter ABS-Technik völlig normal. Ob neben den Bremsbelägen auch die Bremsscheiben gewechselt werden muss, hängt vom nötigen Mindestmaß und vom Zustand ab. Manche Bremsscheiben haben zwar noch die erforderliche Dicke, aber nur vereinzelt oder sind riefig oder verrostet.

Der Fachmann prüft deshalb neben den Bremsbelägen meist auch das Nabenspiel sowie die Dickentoleranz und den Seitenschlag der Bremsscheibe. Zusätzlich sollte auch noch die Freigängigkeit und Dichtheit des Bremskolbens geprüft werden.

Nabenspiel prüfen
Hier wird das Nabenspiel geprüft. - Bild: kfztech.de
Dickentoleranz prüfen
Hier wird die Dickentoleranz der Bremsscheibe ermittelt. - Bild: kfztech.de

Der Bremsentausch - Sorgfalt ist angesagt

Bremsen werden immer achsweise gewechselt. Dabei sollte auf beiden Seiten der Achse exakt die gleichen Bremsen, also gleicher passender Typ des gleichen Herstellers eingebaut werden. Durch die Verzögerung beim Bremsen werden die Vorder- und Hinterachse des Autos unterschiedlich beansprucht. Daher müssen nicht immer die Bremsen an beiden Achsen gleichzeitig gewechselt werden. Sicherheit beim Arbeiten ist ebenfalls angesagt. Das heißt, das Fahrzeug muss absturzischer aufgebockt werden. Wie die einzelnen Arbeitsabläufe im Detail ablaufen sollen, kann man sich in den nachfolgenden pdfs anlesen bzw. sich im Video genau anschauen.

Damit die Reparatur fachgerecht wird

Hinweis der Redaktion: Durch unsachgemäße Bremsenrapaturen sind schon Unfälle enstanden. Nur bei einerReparatur in einer Kfz-Fachwerkstatt wird eine Gewährleistung angeboten. Und dort sind auch geschulte Mitarbeiter mit entspechendem Know-How vorhanden.









 



Impressum, Copyright Autor: Johannes Wiesinger bearbeitet: 16.06.2020