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Einen defekten Katalysator erkennen

von kfztech.de

Der Katalysator ist beim Auto ein Teil der sogenannten Auspuffanlage, richtiger Abgasanlage. Er sorgt dafür, dass umweltschädigende Abgase und ungesunde Partikel schnell wieder in möglichst harmlose Substanzen umgewandelt werden. Die Emissionen werden dadurch stark gesenkt. Doch auch der Katalysator altert oder kann defekt sein. In diesem Fall muss er ausgetauscht werden. Doch was gibt es über das Thema Katalysator nun alles zu wissen?

Katalysator eingebaut

Der Katalysator ist Bestandteil der Abgasanlage. Hier gleich rechts am Abgasturbolader angeflanscht. Bild: kfztech.de

Symptome eines defekten Katalysators

Es gibt auch bei einem Katalysator unterschiedliche Anzeichen dafür, dass er defekt sein könnte. Das beste Anzeichen dafür ist natürlich, dass bei modernen Autos die Motorkontrollleuchte aufleuchtet. Doch auch ein unruhiger Leerlauf oder ein Stottern des Fahrzeuges kann ein Hinweis auf ein Problem sein. Auch die Drehzahlanzeige schwankt im Leerlauf oft, wenn der Katalysator einen Defekt aufweist.

Außerdem können Rasselgeräusche (Vibrationen) meist wahrgenommen werden, wenn der Katalysator defekt ist. Die Abgaswerte sind natürlich ebenfalls schlecht. Meist bestehen die Autos die Abgasuntersuchungen im Rahmen der sogenannten Hauptuntersuchung nicht. Auch ein ungewöhnlicher Abgasgeruch kann oft bemerkt werden.

Darüber hinaus gibt es eine Meldung im Fehlerspeicher. Diese lautet beispielsweise oft „Katalysatorwirkung unzureichend“. Wer Symptome bemerkt, sollte natürlich rasch handeln und eine Werkstatt aufsuchen. Wer nach einem Katalysator sucht, sollte sich die Katalysatoren von autoteile-preiswert.de übrigens näher ansehen.

Konvertierung

Der linke Kat ist defekt, die Monitorsonde erkennt keine Konvertierung. Rechts dagegen ist der Kat in Ordnung. - Bild: VW

Was passiert bei einem defekten Katalysator eigentlich?

Wenn der Katalysator defekt ist, können verschiedene Teile der Auspuffanlage kaputt werden. Dies betrifft vor allem die Vor-, Mittel- sowie Endschalldämpfer. Zugesetzt kann ihnen durch gelöste Einzelteile aus der Keramik des Kats werden. Im schlimmsten Fall können sie verstopfen und der Motor verliert Leistung, er erstickt sozusagen. Dauerhafte Schäden hinterlässt dies zwar meist nicht im System, aber der Rückstau von Abgasen kann schnell zu Überhitzungen führen. Auch Ventilschäden können entstehen. Die geschädigten Schalldämpfer werden dann meist ebenfalls ausgetauscht, wodurch es zu Zusatzkosten kommt. Es ist daher wichtig, bereits bei den ersten Anzeichen zu reagieren und eine Werkstatt aufzusuchen, damit das Schlimmste verhindert werden kann.

Anders herum können häufige Fehlzündungen des Motors zu einer Zerstörung des Katalysators führen, wenn sich unverbrannter Kraftstoff dann plötzlich im Kat entzündet.

G-Katalysator Schnittbild

Katalysator Schnittbilder - links neu, rechts gebraucht und etwas zugesetzt - Bild: Quelle nicht mehr bekannt

Wechsel oder Reparatur?

Ein defekter Katalysator lässt sich leider nicht wieder reparieren. Es kommt daher nur ein Austausch infrage. Auf gebrauchte Autoteile, sollte man nicht zurückgreifen, denn der Verschleiß ist in diesem Fall nicht sichtbar.

Der Katalysator ist am Unterboden des Autos zu finden. Der genaue Ablauf für den Wechsel variiert jedoch nach Modell und Bauweise stark. So müssen alle Teile der Unterbodenverkleidung zuerst auf der Hebebühne demontiert werden. Danach wird das Teil von den Halterungen und von den Abgasrohren getrennt. Lassen sich einige Muttern oder Schrauben nicht läsen, ist die Sache mit einem höheren Aufwand verbinden. Ein vorheriges Erhitzen der Schrauben oder Stehbolzen ist daher zu empfehlen.

Im Anschluss wird nun der neue Katalysator eingesetzt oder in einigen Fällen auch angeschweißt. Wenn der Katalysator angeschweißt wurde, ist der Austausch übrigens kaum ohne Zerstörung möglich.

Achten sollte man dabei auf die Dichtigkeit, denn heiße Abgase, die ausströmen, können Schäden an dem Unterboden des Fahrzeugs hinterlassen. Auch die Umwelt kann dadurch geschädigt werden.

 

Wer sieht, dass sein Auto nicht mehr die Leistung bringt, die es sollte, rasselnde Geräusche bemerkt oder die Kontrollleuchte aufleuchten sieht, sollte rasch handeln. Schäden am Katalysator sind ernst zu nehmen und können nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Auto selbst schaden.

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 23.01.2020









 

 
 
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