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Vorbereitung am Auto für TÜV oder DEKRA

von kfztech.de

Welche Reparaturen und Vorbereitungen am Auto die nächste Plakette wahrscheinlicher machen.

In regelmäßigem Rhythmus heißt es für Autofahrer, der Besuch beim TÜV, DEKRA und Co. wird fällig, was manchem Fahrzeughalter schon im Voraus leichte Magenschmerzen bereitet. Hier ein paar Tricks und Kniffe, wie es denn vielleicht doch mit der Erteilung der neuen Plakette bei der Hauptuntersuchung nach §29 etwas leichter werden könnte.  

Fahrzeugsicherheit geht vor - keine Frage!

Diese regelmäßigen Prüfungen am Fahrzeugen zur Verkehrssicherheit wurden nicht eingeführt, um Autofahrer zu schikanieren oder die Prüfstellen reich zu machen. Wer sich im Urlaub die Pkws, Lkws und Motorräder in Ländern ansieht, in denen es diesen Sicherheits-Check nicht gibt, der kommt oftmals aus dem Staunen nicht heraus. Abgasanlagen aus ehemaligen Cola-Dosen, verkratzte Windschutzscheiben, durch die sich die Straße nur erahnen lässt oder Bremsen, bei denen schon der Laie hört, dass Metall auf Metall quietscht, sind oftmals die Regel.

TÜV Süd

Der Sachverständige des TÜV Süd bei der überprüfung von Bremse, Fahrwerk und Reifen. - Bild TÜV Süd

Die Abnahme der HU

Mit der Einführung der TÜV-Untersuchung am 01. Dezember 1951, sank die Zahl der Unfalltoten in Deutschland. 2018 waren aber immerhin noch 3.275 Verkehrstote zu beklagen - laut Statistischem Bundesamt.

Im Vergleich dazu: In der philippinischen Provinz Leyte führt ein Highway von Tacloban nach San Ricardo, der lediglich 180 km lang ist. Aufgrund von undiszipliniertem Fahrverhalten, hautsächlich aber wegen der verkehrsunsicheren Fahrzeuge sterben allein auf dieser kurzen, kurvenreichen, oft unübersichtlichen Strecke jährlich mehr als 350 Menschen. Übertragen wir diese Zahl von Verkehrstoten auf die insgesamt rund 650.000 km Straße in Deutschland, würde dies eine Zahl von knapp 1,3 Millionen Toten ausmachen.

So unterschiedlich kann Verkehrssicherheit sein. Inzwischen gibt es vier offizielle Abnahmestellen für die Hauptuntersuchung. Neben dem TÜV ist das die DEKRA, die GTÜ und die KÜS.

Folgende Fahrzeugbaugruppen werden bei der Hauptuntersuchung überprüft:

Die Baugruppen Bremsanlage, Lenkanlage, Räder und Reifen, Beleuchtungs- und Signalanlage, Achsen mit Aufhängung, Federung und Dämpfung, Fahrgestell, Rahmen und Karosserie, Motor mit Antriebsstrang und Auspuffanlage

Außerdem werden neben der Ausrüstung die Sichtverhältnisse, die Umweltbelastung und die Identifizierung des Fahrzeugs ebenfalls überprüft. Hier können sie die Übersicht der Prüfpunkte in großer Auflösung downloaden.

Püfpunkte HU

Kleiner Mangel - große Wirkung

Es sind häufig die kleinen Mängel, die zum Versagen der Plakette führen. Um diesem Ungemach aus dem Weg zu gehen, sollten Fahrzeughalter vor der Hauptuntersuchung das Fahrzeug gründlich inspizieren.

  • Die Windschutzscheibe

Findet sich ein kleines Loch durch Steinschlag, reicht der Anruf bei der Versicherung. Die Gesellschaften zahlen oftmals im Rahmen der Teilkaskoversicherung die Reparatur durch eine Fachwerkstatt oder den mobilen Service. Beschädigte Frontscheiben sind gfür geöhnlich ein erheblicher Mangel.

  • Lichter und Lampen sind zu überprüfen

Schon der kleine Riss in der Verglasung des Rücklichts, entstanden beim unaufmerksamen Einparken, löst beim TÜV-Prüfer ein Kopfschütteln aus. Das Glas muss ausgetauscht werden, eventuelle günstig mit einem baugleichen Ersatz von der Ersatzteilverwertung am nächsten Schrottplatz. Aber ein defektes Rücklicht führt noch nicht zum versagen der Plakette, da es sich dabei um einen geringen Mangel handelt.

Sinnvollerweise sollte bei der Beleuchtungs- und Signalanlage das Folgende überprüft werden:

  • Funktion von Abblendlicht und Fernlicht inklusive Scheinwerfereinstellung,

  • Standlicht, alle Blinker inklusive Warnblinkanlage, Rückleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Bremslicht, Rückfahrscheinwerfer, Nebelschlussleuchte,

  • alle zusätzlich montierten Leuchten wie z.B. Nebelscheinwerfer

  • Instrumentenbeleuchtung inkl. Kontrollleuchten

  • Beschädigung der Leuchtengehäuse,

  • Blindheit der Scheinwerfer oder Reflektoren

  • sowie die Funktion von Hupe und Heizungsgebläse

Rückleuchte

Die Bauteile der Rückleuchte: 1 Bremslicht, 2 Schlusslicht, 3 Rückfahrlicht, 4 Blinklicht, 5 Nebelschlusslicht, 6 Rückstrahler - Bild: kfztech.de

  • Gerissene oder teils abgebrochene Anbauteile

Die Schürze oder der Spoiler, bei dem ganze Stücke herausgebrochen sind, oder die einen tiefen Riss aufweisen, strapazieren das Budget ebenso, wie die gebrochenen Seitenschweller oder die mit einem Kunststoffgrill verkleideten Luftansaugrohre. Im Prinzip bleibt dem Fahrzeughalter nur der Weg zum Ersatzteillieferanten, denn mit derartig scharfen Kanten hat ein Fahrzeug keine Chance über den "TÜV" zu kommen.

Allerdings gibt es jetzt im Handel einen Kleber mit erstaunlichen Fähigkeiten. Dieses Profi-Kleber-Set von HG Power Glue besitzt eine Klebekraft, die bis zu 600% höher ist als bei vergleichbaren Produkten. Kühl gelagert, ist dieser Superkleber selbst nach Jahren voll verwendungsfähig. Auch als Schweißnaht aus der Flasche bekannt, wird auf die Bruchstelle ein Granulat aufgetragen, dann ein Industriekleber. Bereits Sekunden später ist der Riss oder Bruch verschwunden und das Bauteil ist wieder voll belastbar. Überdies können mit einer selbst angefertigten Form aus Kunststoff, Papier oder Karton mit diesem Profi-Kleber-Set von HG Power Glue sogar fehlende, weggebrochene und verloren gegangene Stücke eines Bauteils nachgebildet werden, sodass der Spoiler, die Schürze oder der Kühlergrill wieder aussehen wie neu. Unter HG Power GLue ist dieses erstaunliche Produkt erhältlich, dass deutlich günstiger ist, als eine neue Schürze oder der mächtige Heckspoiler im Formel 1-Design.

Ganz wichtig: die Bremsanalge

An der Bremsanlage sollten die Bremsscheiben und –trommeln auf Riefenbildung, Korrosion und abnormalen Verschleiß geprüft werden. Außerdem sollten die Bremsleitungen und –schläuche auf Korrosion und Befestigung geprüft und die Bremsanlage auf Dichtheit geprüft werden. Die Abnutzung der Gummibeläge der Pedale gehört ebenso wie Zustand der Bremsflüssigkeit und der Bremsflüssigkeitsstand zum Umfang der Sichtprüfungen. Natürlich ist eine Verschleißerrmittlung der Bremsbeläge nötig.  Schließlich sollte die Wirkung der Fuß- und Handbremse am besten auf einen Bremsenprüfstand getestet werden. Am Besten überlässt man das einer Fachwerkstatt.

Der Reifencheck

Bei der Überprüfung von Reifen ist auf die Übereinstimmung von Reifengröße und Reifenbezeichnung mit den Fahrzeugpapieren zu achten. Außerdem muss ein Mindestprofil von 1,6 mm vorhanden sein. Die Reifen und Felgen sollen auch auf Risse, Beulen oder Schnitte geprüft werden. 

Weitere Infos zur Hauptuntersuchung finden sie hier.

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 16.12.2019









 

 
 
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