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Überblick über Autokennzeichen

von kfztech.de

Manchmal sieht man als Verkehrsteilnehmer Fahrzeuge mit besonderen Autokennzeichen herumfahren. Manche dieser Sonderkennzeichen kennt der Autofahrer, wieder andere sind einem nicht so geläufig. Wenn wir als Autofahrer ein besonderes Autokennzeichen suchen, dann kann dieser kleine Überblick weiterhelfen. kfztech.de gibt hier seinen Lesern einen Überblick über diese Autokennzeichen.

Kurzzeitkennzeichen

Wenn man im Internet einen Gebrauchtwagen gefunden hat und diesen nun an seinen Wohnort überführen möchte, eignet sich am besten ein so genanntes Kurzzeitkennzeichen. Dieses Sonderkennzeichen wurde früher als Rotes Nummernschild bezeichnet. Kurzzeitkennzeichen besitzen eine Gültigkeit von 5 Tagen, weshalb Sie auch mancherorts als 5-Tages-Kennzeichen bekannt sind.

Der Vorteil von Kurzzeitkennzeichen ist, dass das Kennzeichen nach Ablauf der Frist automatisch abläuft, ohne dass man sich um die Abmeldung kümmern muss. Sie gehören deshalb zu den Wegwerfkennzeichen. Ein weiterer Vorteil: Besitzt das Auto keine gültige Hauptuntersuchung mehr, ermöglicht das Kurzzeitkennzeichen mit dem nicht angemeldeteten Fahrzeug zur HU vorzufahren.

Für Bewegungsfahrten und Überführungen von Oldtimern gibt es ein spezielles Wechselkennzeichen mit roter Schrift, das auch für mehrere Fahrzeuge genutzt werden kann.

Kurzzeitkennzeichen

Auf dem gelben Balken rechts auf dem Kennzeichen findet man Tag, Monat und Jahr des Ablaufdatums. (Grafik: kfztech.de)

Saisonkennzeichen

Für Fahrzeuge, die nicht das ganze Jahr über im Betrieb sind, ist ein Saisonkennzeichen eine gute Wahl. Im Winter macht ein Cabrio z.B. nicht allzu viel Sinn. Motorräder und Wohnwägen sind ebenfalls perfekte Kandidaten für ein Saisonkennzeichen. Die Dauer der Zulassung wird auch wieder rechts angegeben. Die Zahlen geben hier aber an, zwischen welchen Monaten das Gefährt zugelassen ist. In der restlichen Zeit des Jahres darf das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen stehen.

Die Vorteile von Saisonkennzeichen:  Die Versicherung wird nur für den gewählten Zeitraum fällig. Ein jährliches Ab- und Anmelden ist nicht nötig.

H-Kennzeichen

H-Kennzeichen sind für Autos gedacht, die älter als 30 Jahre sind und sich im Prinzip im Originalzustand befinden. Das „H“ steht dabei für „historisch. Um ein H-Kennzeichen zu bekommen, muss ein Oldtimer-Gutachten vorliegen, das von einem anerkannten Sachverständigen durchgeführt wurde.

Die Vorteile des H-Kennzeichens sind die geringen Versicherungsbeiträge und die günstige Besteuerung. Bei den Abgaswerten gibt es Sonderregelungen.

Porsche 356

Dieser Porsche 356 ist mit einem H-Kenzeichen unterwegs - Bild.kfztech.de

E-Kennzeichen

Das E-Kennzeichen gilt für Elektrofahrzeuge. Dazu gehören neben Batterie-Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge auch aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge.

Die Vorteile des E-Kennzeichens sind eilweises gebührenfreies Parken in Innenstädten und das diese Fahrzeuge die Busspur nützen dürfen, um im dichten verkher schneller voanazukommen.

W-Kennzeichen

Mit dem Wechselkennzeichen dürfen immer zwei Fahrzeuge wechselweise mit nur einem Nummernschild gefahren werden. Das Wechselkennzeichen gilt für Fahrzeuge der gleichen EU-Fahrzeugklasse. So können zum Beispiel zwei Pkw, zwei Oldtimer, zwei Motorräder oder auch eine Pkw/Wohnmobil Kombination betrieben werden. Das Wechselkennzeichen wird jeweils für beide Fahrzeuge zugeteilt, kann aber immer nur an einem der beiden geführt werden.

Das W-Kennzeichen ist eine Alternative dazu, ein Fahrzeug das ganze Jahr anzumelden und das andere für einen begrenzten Zeitraum mit einem Saisonkennzeichen anzumelden.

Exportkennzeichen

Das Exportkennzeichen, auch Ausfuhrkennzeichen genannt, ist für den Export von Fahrzeugen aus Deutschland gedacht. Es handelt sich um Wegwerfkennzeichen, das nur befristet gültig ist. Auf dem Exportkennzeichen sind rechts auf einem roten Balken Ablaufmonat und -Jahr gedruckt, bis dahin muss das Fahzeug Deutschland verlassen haben. Die Gültigkeit beträgt immer ein Jahr.

Diplomatenkennzeichen

Diplomatenkennzeichen oder auch Botschaftskennzeichen sind für Vertreter von Botschaften gedacht. Sie beginnen mit einer vorangestellten „0“, gefolgt von mehreren Ziffern. Die erste Zahl hinter der Null steht hier für das Land. Der zweite Ziffernblock gibt den Dienstgrad des Halters an, je kleiner die Ziffer, desto höher ist der Dienstgrad. Meist ist noch das Kürzel B für Berlin oder BN für Bonn auf ihnen zu finden und bezeichnet die ausgebende Verwaltung.

Fahrzeuge mit Diplomatenkennzeichen erhalten Sonderrechte wie z.B. freies Parken. Sie dürfen auch nicht angehalten werden.

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 27.07.2018









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