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Ist bei einem Motorschaden eine Reparatur möglich?

von kfztech.de

Ist bei einem Motorschaden eine Reparatur möglich?

Kfz-Motorschaden ► Erste Anzeichen ✓ Reparatur-Möglichkeiten ✓ Kostenvergleich ✓ ► Instandsetzung oder Verkauf?

Motoren sind das Herz von Autos. Schäden am Lack sind leicht auszubessern. Geht dafür etwas an der Maschinerie kaputt, wird es Autobesitzern angst und bange. Da kaum ein Laie weiß, wie ein Motor funktioniert, und noch wichtiger, wie man ihn repariert, ist man von der Werkstatt abhängig. Entdecken wir Hinweise für ein Problem am Motor, bleibt uns nur der Besuch in dieser übrig. Im besten Fall kann sie den Schaden reparieren, im schlimmsten Fall muss der gesamte Motor oder gleich das Auto ausgetauscht werden. In welchen Fällen ist welche Handlung sinnvoll?

Motorausbau Mechaniker

Der Motor wurde gerade ausgebaut. Kann er repariert werden oder muss ein Austausch-Motor her? - Bild: depositphotos.com

Ist bei einem Motorschaden eine Reparatur möglich?

Motoren sind das Herz von Autos. Schäden am Lack sind relativ leicht auszubessern. Geht dafür etwas an der Maschinerie kaputt, wird es Autobesitzern angst und bange. Da kaum ein Laie weiß, wie ein Motor funktioniert, und noch wichtiger, wie man ihn repariert, ist man von der Werkstatt abhängig. Entdecken wir Hinweise für ein Problem am Motor, bleibt uns nur der Besuch in dieser übrig. Im besten Fall kann sie den Schaden reparieren, im schlimmsten Fall muss der gesamte Motor oder gleich das Auto ausgetauscht werden. In welchen Fällen ist welche Handlung sinnvoll?

Hinweise auf einen Motorschaden

Um größere Schäden an einem Motor zu umgehen, ist es wichtig, die ersten Anzeichen von Problemen in diesem Bereich direkt zu erkennen, um Hilfe zu holen, bevor die nicht korrekt laufende Maschine weitere Bauteile ruiniert.

Es gibt mehrere Gründe, die zu einem Motorschaden führen. Dazu zählt neben Unfällen beispielsweise eine mangelnde Pflege und unangebrachte Fahrweisen. Dadurch können viele der komplexen Motorbauteile kaputtgehen. Je nachdem, welches Teil betroffen ist, äußert sich das Problem auf verschiedene Weisen.

Ein aufmerksamer Fahrer erkennt einen angehenden Motorschaden beispielsweise an:

  • ungewohnten Geräuschen & Vibrationen

  • nachlassender Motorleistung • Aussetzen des Motors

  • Verlieren von Öl oder Kühlwasser

  • dichtem weißen oder bläulichen Rauch aus dem Auspuff

Meist ist der Schaden am Motor ein schleichender Prozess, der sich aber ausbreiten kann. Wer manche dieser Symptome erkennt, sollte deshalb direkt zu der Werkstatt fahren, um Kosten zu minimieren.

Motorausbau

Das Frontend wurde entfernt. Nun kommt man an die wichtigen Aggregate zur Reparatur oder zum Austausch heran. - Bild: kfztech.de

Wann kann man den Motorschaden reparieren?

Kommt man mit einem Motorschaden zu einer Werkstatt, stehen einem dort vier Optionen zur Verfügung. Je nachdem, wie groß der Schaden und der Restwert des Autos ist, entscheidet man sich für:

  • Motorinstandsetzung – Die Motorinstandsetzung (Peripherie) lohnt sich bereits vor ersten Anzeichen oder direkt, wenn man diese erkennt. Hier wird der Motor kontrolliert, gereinigt und einzelne Teile nach Bedarf instandgesetzt oder erneuert. Als Beispiel kann hier die Erneuerung des AGR-Ventils dienen, die auch einen großen Reinigungs- und Serviceaufwand nach sich zieht. Weitere Beispiele sind Zahnriemen, Wasserpumpe, Zylinderkopfdichtung oder der Turbolader

  • Motorreparatur – Reinigung und Pflege hilft hier nicht mehr. Einzelne Teile des Motors werden ausgetauscht, um ihn zu reparieren. Typische Beispiele: Die Ventile sind undicht. Der Zylinderkopf muss komplett überholt oder getauscht werden. Oder: Die Kolbenringe sind verschlissen und werden erneuert.

  • Motoraustausch – Der Schaden des Motors ist zu groß, als dass sich das Austauschen einzelner Teile lohnen würde. Der gesamte Motor wird getauscht. Sind beispielweise Bauteile des Kurbeltriebs wie Kolben, Zylinder oder Kurbelwelle beschädigt, lohnt oftmals nicht die Reparatur, weshalb hier ein Motorenausch angebracht ist.

  • Fahrzeugverkauf – Je nach Restwert des Fahrzeugs lohnt sich auch der Motoraustausch nicht mehr. Viele Werkstätten bieten den Ankauf von Fahrzeugen mit Motorschaden an.

Welcher Service sich lohnt, hängt auch von dem Angebot der Werkstatt ab. Im besten Fall vergleicht man die Kosten verschiedener Varianten und Anbieter, beispielsweise auf Online-Vergleichsseiten (siehe dein-motorvergleich.de).

Zylinderkopf Tausch

Hier soll wohl ein Zylinderkopf repariert werden. - Bild: depositphotos.com

Den Motor instand setzen oder austauschen?

Wenn sich der Schaden an einem Motor nur auf einzelne Baugruppen bezieht, kann sich das Instandsetzen oder Reparieren lohnen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Dichtungen undicht sind, Zündkerzen abbrechen, Einspritzventile defekt sind oder die Steuerriemen reißt (und noch nicht zu viel Schaden ausgerichtet hat).

Andere Probleme führen zu einem Totalschaden des Motors. Blockierende Kolben (Kolbenfresser) ziehen meist einen kapitalen Motorschaden nach sich und können Schäden an Pleuel, Kurbelwelle, Zylinder und Ventile bewirken. Probleme wie eine defekte Kurbelwelle, gebrochene Nockenwellen oder gerissene Zylinderblöcke lassen sich nicht so einfach reparieren. Hier ist der Komplettaustausch des Motors angebracht. Dabei lässt sich durch das Ersetzen mit einem gebrauchten Motor auch Geld einsparen.

Kurbeltrieb

Der Kurbeltrieb eines Vierzylinders bestehend aus Kolben, Pleuel und Kurbelwelle - Bild: depositphotos.com

Ist ein neues Auto sinnvoller?

Ein Motorschaden hat Einfluss auf den Wert eines Wagens. Dieser wird insgesamt von vielen Dingen beeinflusst. Dazu gehören beispielsweise:

  • Der Hersteller, das Modell, die Ausstattung

  • Das Baujahr, die Laufleistung

  • Die Nummer an Vorbesitzern

  • Der allgemeine Zustand des Autos

Zusammengenommen kann man mit diesen Faktoren berechnen, ob der Restwert des Wagens nach der Reparatur größer ist, als die Kosten für den Austausch oder die Instandsetzung des Motors. Ist der Unterschied zu gering, oder sind die Kosten deutlich höher, ergibt es Sinn, statt der Reparatur in ein neues Auto zu investieren. Dabei ist es praktisch, dass viele Werkstätten direkt eine Ankauf- oder Verwertungsstelle anbieten. Hier kann man das Auto direkt verkaufen und den Erlös für ein neues Fahrzeug verwenden.

Fazit

Motorschäden können das Aus für ein Auto bedeuten. Wenn man den Motor gut pflegt und anständig fährt, kann man Motorschäden weiterstgehend vermeiden. Erkennt man Probleme rechtzeitig, kann man diese häufig durch relativ simple Instandsetzungen und Reparaturen lösen. Sind mehrere Bauteile des Motors betroffen, erhält man dafür eventuell einen Motor-Totalschaden. In diesem Fall muss man diesen vollständig austauschen lassen.

Diese Services können kostenintensiv sein. In manchen Fällen lohnt es sich daher nicht, noch in das alte Fahrzeug zu investieren. Werkstätten ermöglichen dann häufig, das Auto mit Motorschaden dort zu verkaufen, um Geld für die Neuanschaffung eines anderen Wagens zu erhalten. Preisvergleiche helfen uns dabei, die günstigste Lösung für unser Problem zu erhalten.

 

Wichtige Schlagwörter:

kfztech.de, Motorinstandsetzung, Motorreparatur, Motortausch, Motorschaden, Zylinderkopf, Zahnriemen, Kolbenfresser,

















Impressum, Copyright Autor: Johannes Wiesinger bearbeitet: 19.04.2022