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Motoröl – Typen und Unterschiede im Überblick

von kfztech.de | LF 1 | Motor | Motoröl Bedeutung |

Motoröl – Typen und Unterschiede im Überblick

Wie man das passende Motoröl findet und welche Sorten es gibt

Wem an einem gesunden Fahrzeug gelegen ist, der kommt nicht um eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Typen von Motoröl herum. Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick.


Motorölwechsel

Das richtige Öl ist beim Nachfüllen und besonders beim Ölwechsel von entscheiender Bedeutung. - Bild: depositphotos.com

Passendes Öl für das Fahrzeug finden

Der primäre Zweck des Motoröls liegt darin, die Reibung zu senken und den Motor von Verunreinigungen freizuhalten. Es reinigt das Innenleben des Motors und hält Staubpartikel und Co. von ihm fern. Zugleich senkt es die Temperatur im Kolben und dichtet ihn gegen den Zylinder hin ab. Aufgrund dieser vielfältigen Eigenschaften sollte man das Motoröl sorgfältig wählen. Es wurde schließlich genauestens für die heutigen Otto- und Dieselmotoren abgestimmt und freigegeben.

Für Autofahrer beginnt die Suche bereits mit der Marke. So sollten Fahrzeugfahrer nach den Angaben von pkwteile.at über Motoröl auf Öle setzen, die sich für den eigenen Fahrzeugtyp eignen. Erste Anhaltspunkte bilden die offiziellen Klassifizierungen von Automobil-Verbänden. Wichtig ist ein Motoröl, das gemäß den Herstellerangaben zum eingesetzten Motor und zur Fahrzeugmarke passt (Klassifikationen). Ebenfalls von Interesse ist die Viskosität. Niedrige Zahlen deuten auf dünnflüssige Öle hin, die den Motor auch bei tiefen Temperaturen gut schmieren.

Diese Arten von Motoröl gibt es

Man kann nach den Angaben von chemie-schule.de über Motoröl verschiedene Kategorisierungen vornehmen. Motoröle unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Viskosität, Legierung, Normen und Fahrzeugtypen. Die wichtigste Unterscheidung betrifft Öle für Dieselmotoren und für Ottomotoren. Sie weisen eine je unterschiedliche Viskosität, also Zähe auf. Je nach Fahrzeugtyp sollte eine passende Stärke ausgewählt werden. Mittlerweile verfügt nahezu jedes auf dem Markt käufliche Motoröl über entsprechende Additive, die unerwünschte Eigenschaften ausgleichen sollen. Ein Großteil der erhältlichen Produkte kann sowohl im Sommer als auch im Winter eingesetzt werden, sofern es sich um Mehrbereichsöle handelt.

Motoröl Dose

Motoröle werden zumindest nach API und ACEA klassifiziert. - Bild: kfztech.de

Für den Verbraucher wichtig sind die drei unterschiedlichen Arten der synthetischen, halbsynthetischen und mineralischen Motoröle. Vollsynthetische Motoröle gelten als teuerste Kategorie. Sie sind fließstark und sorgen im Winter für ein unkompliziertes Starten des Motors. Sie enthalten zumeist weniger Additive, da die chemischen Bausteine künstlich nach wünschenswerten Eigenschaften hinzugefügt werden. Zudem haben sie einen geringeren Grad an Reibung, was den Verschleiß senkt. Synthetische Öle sind temperaturresistent und schmieren ebenso bei hohen Fahrgeschwindigkeiten den Motor.

Mineralische Öle überzeugen durch einen günstigeren Preis. Sie zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus. Grundsätzlich werden sie mit Additiven versehen. Letztere gleichen die Nachteile gegenüber synthetischen Ölen wie eine größere Reibungsneigung und geringere Temperaturtoleranz zum Teil aus. Mithilfe von Bioziden, Verschleißschutz-Additiven oder VI-Verbesserern wird ein akzeptables bis gutes Fahrerlebnis sichergestellt.

Halbsynthetische Öle stellen einen preislichen Kompromiss zwischen beiden Kategorien dar. Sie werden gleichermaßen von älteren Pkws vertragen, sind hitzebeständiger als mineralische Öle und enthalten zumeist über 10 % synthetische Anteile auf.

Wofür sich Kunden letztlich entscheiden, hängt von der gewünschten Wirksamkeit ab. Für Langstrecken und hohe Geschwindigkeiten eignen sich synthetische Öle im Besonderen. Wer vor allem Wert auf günstige Kosten und Alltagstauglichkeit legt, macht mit halbsynthetischen Ölen und Mineralölen nichts falsch.

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Ölwechsel zum richtigen Zeitpunkt und Vorgehensweise im Kurzüberblick

Motor-Öl nachfüllen

Ölwechsel ja, aber immer mit dem richtigen Öl - FotBild: Tim Reckmann / Pixelio.de

Als Faustregel ist ein Ölwechsel bei einem normalen Fahrverhalten einmal jährlich angezeigt, oder circa alle 30 000 Kilometer. Bei Kurzstreckenautos sollte häufiger gewechselt werden als bei Langstreckenfahrzeugen. Bei einem selbst durchgeführten Ölwechsel wird das Auto mithilfe einer Hebebühne aufgebockt. Wichtig ist, den Motor immer vorher warm laufen zu lassen. Auf diese Weise verflüssigt sich das Öl und kann unproblematisch ablaufen.

Lesen sie auch: Das Herz des Motors: Warum das richtige Motoröl die Lebensdauer Ihres Fahrzeugs verlängert

Viskosität

Viskosität steht für Zähflüssigkeit bzw. Fließfähigkeit eines Motorenöls. Sie gibt an, wie leicht oder schwer das Öl durch den Motor fließt.

Grundprinzip der Viskosität
Hohe Viskosität: Das Öl ist dickflüssig (wie Honig). Es fließt langsam, bildet aber einen sehr stabilen Schmierfilm.
Niedrige Viskosität: Das Öl ist dünnflüssig (wie Wasser). Es fließt schnell und erreicht beim Kaltstart zügig alle Schmierstellen.

Beispiele anhand der SAE-Klassifikation

Mehrbereichs-Leichtlauföl 0W 40

0W steht für die Winterviskosität und 40 für den Sommer. Es ist extrem dünnflüssig bei Kälte; ideal für arktische Temperaturen. Sehr stabil bei Hitze; bietet hohen Schutz bei hoher Last.

Mehrbereichsöl 10W 40

Zäher bei Kälte als 0W oder 5W. Standard-Schutz bei normaler Betriebstemperatur.

Allgemein

EDie Temperatur ist der entscheidende Faktor: Bei Kälte wird Öl natürlicherweise dickflüssiger. Ein „0W“-Öl bleibt fließfähiger als ein „15W“-Öl und verhindert so Motorverschleiß direkt nach dem Start. Bei Hitze wird Öl dünner. Die zweite Zahl (z. B. 30 oder 40) stellt sicher, dass das Ölfilm auf der Zylinderwand nicht zu dünn wie Wasser wird und bei hohen Temperaturen der Schmierfilm reißt.

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Quellen: totalenergies.ch, autodoc, ATO24

 











 




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